Krakens Breakout-Übernahme setzt starkes Zeichen: Krypto-Prop-Trading vor großem Boom?
Als Kraken im September 2025 die Übernahme von Breakout bekanntgab, war das ein deutliches Signal an die Krypto-Branche: Prop Trading ist angekommen. Zum ersten Mal betrat eine große Krypto-Börse direkt den Bereich des proprietären Tradings und verband Krake’ns Infrastruktur auf institutionellem Niveau mit dem bewährten Bewertungsmodell von Breakout.
„Breakout gibt uns die Möglichkeit, Kapital auf Grundlage von erwiesener Fähigkeit statt nur durch Kapitalzugang zu verteilen“, sagte Arjun Sethi, Co-CEO von Kraken. „In einer Welt, die sich schnell von ‚Wen du kennst‘ zu ‚Was du kannst‘ wandelt, möchten wir Systeme bauen, die Leistung belohnen – nicht Herkunft.“
Diese Übernahme spiegelt einen größeren Trend wider: Was als Phänomen für Privatanleger begann, ist inzwischen zu einem Bereich geworden, der ernsthaftes institutionelles Interesse und nennenswertes Kapital anzieht.
Die Zahlen hinter dem Boom
Das Wachstum der Prop-Trading-Branche ist wirklich außergewöhnlich. Laut Google Trends ist das weltweite Suchvolumen für „prop trading“ zwischen 2020 und 2025 um mehr als 5.000 Prozent gestiegen. Dieser Suchbegriff erreichte kürzlich historische Höchstwerte, was für ein noch nie dagewesenes Interesse und eine starke Nachfrage nach finanzierten Handelsprogrammen spricht.
Branchenexperten schätzen, dass der Prop-Trading-Markt 2024 einen Wert von 5,8 Milliarden USD hatte und bis 2033 auf 14,5 Milliarden USD steigen soll. Das ist eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate, die viele Bereiche im Fintech-Bereich übertrifft. Das Prop Trading wuchs zwischen Dezember 2015 und April 2024 um 1.264 Prozent, während herkömmliche Anlagesuchen im selben Zeitraum nur um 240 Prozent zunahmen.
Der Krypto-Bereich in diesem Markt wächst sogar noch schneller. Ein aktueller Branchenausblick zeigt, dass 90 Prozent der zwanzig größten Prop-Firmen allein im August 2025 mehr Suchanfragen über Google verzeichneten, wobei besonders Krypto-bezogene Unternehmen starken Zulauf bekamen.
Darum schauen große Player jetzt genau hin
Kraken hat den Schritt ins Prop Trading nicht isoliert gemacht. Die Krypto-Börse übernahm bereits NinjaTrader für 1,5 Milliarden USD sowie Capitalise.ai in den Monaten vor dem Breakout-Deal. Das zeigt, dass Kraken versucht, den kompletten Lebenszyklus von privatem und professionellem Handel abzudecken. Branchenbeobachter vermuten, dass diese Übernahmen möglicherweise eine künftige Kraken-Börseneinführung (IPO) vorbereiten.
Gerade mit Breakout kommt ein überzeugender Vorteil ins Spiel: Durch die direkte Integration von Prop Trading in Kraken Pro kann Kraken talentierte Trader erkennen und fördern. Zudem entstehen Einnahmen durch Bewertungsgebühren und Gewinnbeteiligungen. Breakout hatte seit dem Start im Jahr 2023 schon über 20.000 finanzierte Accounts ausgegeben – diese Trader haben ab sofort Zugang zu Krakens institutionellen Ressourcen.
Für die Prop-Trading-Branche ist diese Übernahme eine Bestätigung. Wenn eine regulierte Krypto-Börse mit dem Ruf von Kraken auf das Modell der finanzierten Trader setzt, wird klar: Prop Trading ist keine reine Erscheinung für Privatanleger mehr, sondern ein dauerhafter Markt geworden.
So verändert sich das Wettbewerbsumfeld
Die Vereinbarung zwischen Kraken und Breakout hat die Wettbewerbslandschaft im Krypto-Prop-Trading verändert. Etablierte Akteure wie FTMO – seit 2015 als Goldstandard der Branche bekannt – bekommen Konkurrenz. Es sind nun nicht mehr nur andere Prop-Firmen, sondern große Krypto-Börsen mit mehr Kapital und bestehenden Nutzerbasen.
FTMO reagierte darauf mit einem Ausbau der Krypto-Angebote. Im Juli 2025 kamen 22 neue Handelspaare hinzu, und die Spreads wurden verbessert. Mittlerweile gibt es über 30 Krypto-CFDs. Das in Tschechien ansässige Unternehmen betreute schon mehr als eine Million Trader und hat eine 4,8-von-5-Bewertung auf Trustpilot – das zählt in einer Branche, in der Vertrauen besonders wichtig ist.
Diese Übernahme schafft aber auch Chancen für Plattformen, die sich anders positionieren. Während von Börsen unterstützte Prop-Firmen mit Kapital und Infrastruktur werben, gibt es immer mehr Krypto-native Anbieter, die gezielt auf Trader-Entwicklung und Förderung setzen.
Die nächste Stufe: KI trifft Trading-Entwicklung
Der Erwerb durch Kraken zeigt einerseits, dass Prop Trading institutionell erwachsen wird. Er macht aber zugleich eine Lücke sichtbar, die moderne Plattformen schließen wollen. Die meisten Prop-Firmen – Breakout eingeschlossen – konzentrieren sich vor allem auf Bewertung und Kapitallösung. Was jedoch fast nie angeboten wird, ist die gezielte Entwicklung von Tradern.
Das ist wichtig, weil die Ergebnisse beim Trading oft ernüchternd sind. Branchendaten zeigen immer wieder: Nur 5 bis 10 Prozent der Trader bestehen bei der ersten Bewertung, und noch weniger erhalten tatsächlich Auszahlungen aus finanzierten Accounts. Das Problem ist nicht fehlendes Kapital – es sind psychologische und technische Defizite, die viele scheitern lassen.
Zu den Plattformen, die diese Lücke angehen, zählt Fondeo.xyz. Sie gilt vielen als Beispiel für die „nächste Generation“ des Krypto-Prop-Tradings. Fondeo.xyz verbindet Künstliche Intelligenz als Coach direkt mit dem finanzierten Trading-Erlebnis. Zudem erkennt die Plattform, dass Handel und Psychologie zusammengehören. Für Trader, die mit traditionellen Bewertungssystemen Schwierigkeiten hatten, entsteht so ein ganz neuer Mehrwert: Förderung und Finanzierung in einem.
Dieser Ansatz passt zu einem allgemeinen Trend bei KI-Trading-Tools. Der Weltmarkt für KI im Handel soll von 24,53 Milliarden USD im Jahr 2025 auf 40,47 Milliarden USD bis 2029 wachsen – das ist ein jährliches Wachstum von 13,3 Prozent. Allerdings setzen die meisten KI-Lösungen bei Analyse oder Orderausführung an. Die Verbindung von KI-Coaching und Prop-Trading-Infrastruktur, wie bei Fondeo.xyz, ist dagegen recht neu.
Was das für Trader bedeutet
Für Krypto-Trader in spe bietet die Übernahme von Kraken und Breakout sowohl Chancen als auch Risiken. Einerseits bringen große Unternehmen mehr Glaubwürdigkeit, bessere Technik und womöglich stabilere Plattformen. Breakout-Trader genießen nun die Sicherheitsstandards und Liquidität auf Kraken-Niveau – und das Vertrauen, das einer der bekanntesten Namen der Krypto-Branche mit sich bringt.
Andererseits dürfte das institutionelle Prop Trading härter und weniger nachsichtig werden. Kraken hat selbst gesagt, dass das Breakout-Bewertungsprogramm „absichtlich anspruchsvoll“ ist. Es soll Risikomanagement und Disziplin der Strategie prüfen, bevor Geld zugeteilt wird. Die meisten Bewerber bestehen nicht beim ersten Anlauf.
Das führt zu einer natürlichen Aufteilung am Markt. Talentierte Trader orientieren sich bevorzugt an den bekannten Namen wie FTMO oder den institutionellen Varianten wie Breakout. Wer erst noch sein Können aufbauen möchte und dabei Zugang zu Kapital sucht – gerade im rund um die Uhr laufenden Krypto-Markt – findet auf Plattformen wie Fondeo.xyz vielleicht eher den passenden Weg.
Proprietary Trading wird institutionell: Das erwartet dich jetzt
Die Übernahme von Breakout durch Kraken wird wahrscheinlich nicht die letzte dieser Art sein. Während Prop Trading immer mehr Interesse bekommt und der Markt auf einen Wert von 14,5 Milliarden USD zusteuert, werden auch andere große Börsen und Fintech-Unternehmen ähnliche Schritte prüfen.
Branchenbeobachter erwarten eine Zusammenführung. Kleine Firmen mit unsicheren Auszahlungen oder fragwürdigen Abläufen werden sich gegen Plattformen, die von Börsen unterstützt werden und mehr Mittel haben, schwertun. Zudem werden Anbieter mit eigenen Stärken – durch bessere Technik, mit KI-Unterstützung für Trader oder durch Spezialisierung auf bestimmte Märkte – eigene, stabile Bereiche finden.
Die Daten von Google Trends zeigen deutlich: Das Interesse an Prop Trading nimmt nicht ab. Für Trader heißt das: mehr Auswahl, bessere Technik und steigende Anerkennung. Für die Branche bedeutet es, dass der Wandel vom Phänomen für Einzelpersonen zu einer professionellen Anlageklasse bereits läuft.
Wie Sethi von Kraken sagte: „So sollten moderne Kapital-Plattformen funktionieren. Transparent, programmierbar und offen für jeden mit einem Vorteil.“ Im Jahr 2026 könnte dieser Vorteil nicht nur vom eigenen Handeln kommen, sondern auch davon, die richtige Plattform zu wählen – egal ob ein großer Anbieter oder ein Spezialist, der auf KI-Lösungen beim Trader-Training setzt.
Zcash-Bärenfalle nach 15-Prozent-Erholung aktiv: Geht der ZEC-Kurs jetzt durch die Decke?
Der Zcash-Kurs hat nach Wochen der Schwäche etwas Wichtiges gemacht. Seit dem 19. Januar ist der ZEC-Kurs um fast 15 Prozent gestiegen. Er hat sich vom Tiefpunkt bei etwa 336 USD auf rund 362 USD erholt. Dieser Anstieg kam nur wenige Tage nach einem bestätigten bärischen Ausbruch. Solche Muster führen oft dazu, dass zu viele Verkäufer in eine Falle tappen.
Auf den ersten Blick sieht die Situation immer noch unsicher aus. Allerdings gibt es unter der Oberfläche leise mehr Käufe. Nun richtet sich der Blick auf eine bestimmte Marke. Zcash liegt etwa neun Prozent unter einem wichtigen Fibonacci-Level. Auch eine wichtige EMA-Linie ist jetzt im Fokus. Ob der Kurs diese Marke zurückerobern kann, entscheidet, ob die Erholung nur ein kurzer Anstieg war oder ob daraus mehr wird, vielleicht sogar eine richtige Rallye.
Erholung rückt die 100-Tage-EMA erneut in den Fokus
Die Erholung kam nicht aus dem Nichts.
Nachdem das Kopf-Schulter-Muster nach unten durchbrochen wurde, fiel der Zcash-Kurs kurz auf etwa 336 USD. Dort griffen die Käufer ein und versuchten, die Falle auszulösen.
Seitdem ist der Kurs um rund 15 Prozent gestiegen, aber er kommt nicht über die 100-Tage-EMA (exponentieller gleitender Durchschnitt) hinaus. Eine EMA ist ein Trendindikator, der aktuelle Kursentwicklungen stärker gewichtet.
Als Zcash das letzte Mal am 3. Dezember die 100-Tage-EMA zurückgeholt hat, ist der Kurs in den Wochen danach um mehr als 70 Prozent gestiegen. Das garantiert aber nicht, dass es diesmal auch so kommt. Dennoch zeigt es, warum diese Marke gerade so wichtig ist.
Zcash-Fallen-Setup: TradingView
Gleichzeitig sind Verkäufer immer noch aktiv in der Nähe des Widerstands. ZEC hat Probleme, über die 386 USD zu kommen. Hier hat die Erholung gestoppt, das zeigt, dass es weiterhin genügend Angebot gibt. Dadurch bleibt die bärische Struktur weiterhin bestehen. Die Frage ist nun, ob das Kaufinteresse dahinter trotzdem stark genug ist, um den Bereich zurückzugewinnen.
Wer seit dem 19. Januar gekauft hat, gibt darauf vielleicht eine Antwort.
Wale kaufen nach – Kaufkraft steigt weiter
On-Chain-Daten zeigen eine Ansammlung von Käufen, genau dort, wo sie oft am wichtigsten sind.
In den sieben vergangenen Tagen haben Mega-Wale (also die 100 größten Adressen) ihre ZEC-Bestände um ungefähr 9 Prozent erhöht. So liegen ihre Guthaben jetzt bei etwa 42.623 ZEC. Das bedeutet, sie haben fast 3.500 ZEC während dieser Phase dazugekauft.
Auch bei den normalen Walen ist mehr los. Diese halten jetzt rund fünf Prozent mehr, also etwa 10.182 ZEC. In dieser Zeit wurden damit zusätzlich 480 ZEC gesammelt.
ZEC-Ansammlung setzt sich fort: Nansen
Insgesamt haben die Wale also seit dem 19. Januar um die 4.000 ZEC gekauft. Das ist kein Kauf zum Höchststand, sondern eine Ansammlung nach einem klaren Ausbruch nach unten – in der Hoffnung auf neue Stärke. Die „Smart Money“-Händler sind aber fast ganz draußen, was zeigt, dass zumindest kurzfristig keine große Aufwärtsbewegung erwartet wird.
Auch die Momentum-Indikatoren unterstützen diese Einschätzung. Zwischen dem 14. und 24. Januar ist der ZEC-Kurs gesunken, aber der Money Flow Index ist gestiegen. So entsteht eine bullische Divergenz.
Der MFI misst den Kauf- und Verkaufsdruck mit Preis und Volumen und deutet oft auf den Kauf bei Rücksetzern hin. Fällt der Kurs, steigt aber der MFI an, so kaufen Anleger im Hintergrund nach. Dieses Muster hilft oft, weitere Abwärtsbewegungen zu bremsen.
Käufe beim Rücksetzer aktiv: TradingView
Auch die Positionen der Derivate geben einen weiteren Hinweis. Nach dem jüngsten Anstieg ist der Leverage neu verteilt, jetzt ist es fast ausgeglichen. In den kommenden 30 Tagen stehen bei Binance ZEC-Perpetuals Short-Liquidierungen mit 26,37 Millionen USD Longs von 22 Millionen USD gegenüber.
Deshalb braucht es keinen klaren Trendwechsel, damit der Kurs weiter steigt. Schon ein leichter Anstieg könnte beginnen, Short-Positionen aufzulösen.
Shorts überwiegen weiter: Coinglass
Alle diese Punkte deuten auf dasselbe hin: Es gibt Anzeichen für eine Ansammlung.
Diese Zcash-Kursmarken entscheiden über das Bärenfallen-Risiko
Die Struktur ist jetzt einfach.
Nach unten scheitert die Falle, wenn ZEC auf Schlusskursbasis unter 335 bis 336 USD fällt. Ein Rückfall darunter hält das bärische Muster aktiv und öffnet erneut den Weg für weitere Verluste.
Nach oben liegt der wichtige Testbereich bei etwa 386 bis 395 USD (das 0,236er Fib-Level), das sind ungefähr 9 Prozent vom aktuellen Level entfernt. Diese Zone stimmt mit dem 100-Tage-EMA überein. Ein Tagesschluss darüber würde den Anstieg vom Dezember widerspiegeln und das bärische Muster deutlich schwächen.
Wenn dieses Niveau zurückerobert wird, liegt die nächste Aufwärtszone bei etwa 463 USD, wo frühere Angebots- und Liquidationszonen liegen. Ein Durchbruch darüber würde die rechte Schulter der Kopf-Schulter-Formation komplett ungültig machen. Über 557 USD bricht das größere bärische Szenario zusammen.
Zcash-Kursanalyse: TradingView
Bis einer dieser Bereiche überschritten wird, bleibt der Zcash-Kurs in einer engen Entscheidungszone.
Das Fazit ist klar: ZEC hat bereits 15 Prozent zugelegt, große Investoren kaufen bei Schwäche ein, und es gibt sichtbaren Kaufdruck bei Rücksetzern. Der Kurs liegt jetzt nur noch neun Prozent von einem Level entfernt, das schon öfter sehr starke Anstiege ausgelöst hat.
Ethereum-Wale tappen in 4-Mrd.-USD-Bullenfalle: Droht jetzt ein Einbruch beim ETH-Kurs?
Ethereum ist in den letzten 24 Stunden um fast ein Prozent gefallen. Diese Bewegung allein ist nicht wichtig. Entscheidend ist, was davor passiert ist.
Mitte Januar hat Ethereum aus einer klar erkennbaren umgekehrten Kopf-Schulter-Formation ausgebrochen. Das Muster sah vielversprechend aus. Die Dynamik wurde besser, große Investoren kauften ein und der Kurs hat eine wichtige Marke überschritten. Unter normalen Bedingungen spricht diese Kombination für eine Fortsetzung des Anstiegs.
Stattdessen ist Ethereum an einer entscheidenden Hürde ins Stocken geraten und hat sich seitdem um fast 16 Prozent korrigiert. Das war kein Zufall. Eine Angebotswand im Wert von rund 4 Mrd. USD hat die Nachfrage aufgenommen und den Ausbruch in eine klassische Bullenfalle verwandelt.
Ausbruch steuert direkt auf die 4-Mrd.-USD-Marke zu
Die umgekehrte Kopf-Schulter-Formation von Ethereum hat sich ab Ende Oktober gebildet. Der Ausbruch wurde am 13. Januar bestätigt, als der ETH-Kurs über die Nackenlinie stieg und sich weiter nach oben bewegte.
Der Ausbruch ist nicht gescheitert, weil Käufer fehlten.
ETH Bull Trap: TradingView
Der Ausbruch scheiterte, weil der Kurs an eine dichte Kostenbasis-Wand gestoßen ist.
Daten zur Kostenbasis zeigen eine große Gruppe von Ethereum-Besitzern zwischen 3.490 und 3.510 USD. Etwa 1.190.317 ETH wurden in diesem Bereich angesammelt. Bei einem Durchschnittskurs von etwa 3.500 USD ergibt das ca. 4,1 Mrd. USD an Angebot.
Eine Kostenbasis-Wand entsteht, wenn vorher viele ETH in einem engen Preisbereich gekauft wurden. Wenn der Kurs dann wieder diese Zone erreicht, verkaufen viele Besitzer, um zumindest ohne Verlust auszusteigen. Diese frühe Verteilung sorgt für starken Widerstand, auch wenn die Stimmung bullisch ist.
Key Supply Cluster: Glassnode
Genau das ist in der Nähe von 3.407 USD passiert: Der Verkaufsdruck hat den Ausbruch aufgehalten.
Ethereum ist dicht an die Wand herangerückt, stoppte dort und drehte nach unten. Der Ausbruch wurde zwar für kurze Zeit gehalten, aber die Struktur war schon geschwächt. Das Angebot war einfach zu groß – und es hat eine wichtige Gruppe festgehalten!
Wale kauften den Ausbruch – und sitzen jetzt in der Falle
Was dieses Szenario noch riskanter macht: ETH-Wale haben eigentlich das „Richtige“ getan.
Ab dem 15. Januar, also nach der Bestätigung des Ausbruchs, haben große Besitzer ihren Bestand stetig erhöht. Die Bestände der Wale stiegen von etwa 103,11 Mio. ETH auf 104,15 Mio. ETH – also um etwa 1,04 Mio. ETH oder fast 3 Mrd. USD.
Diese Käufe gingen weiter, auch als der Kurs schon einbrach. Das zeigt, dass sie vor allem Durchschnittskäufe getätigt haben.
ETH Whales Got Trapped: Santiment
Für sich genommen sieht die Anhäufung der Wale unterstützend aus. Doch diesmal hat das nicht gereicht.
Der Grund liegt nicht direkt auf der Chain. Die ETF-Ströme haben sich stark gedreht. In der Woche bis zum 16. Januar gab es starke Zuflüsse, die beim Ausbruch geholfen haben. In der Woche darauf, bis 23. Januar, gab es einen Netto-Abfluss bei den ETFs von 611,17 Mio. USD.
ETF Flows Reverse: SoSo Value
Dieser Wandel war entscheidend. Die ETF-Verkäufe haben für dauerhaften Abwärtsdruck gesorgt, genau als Ethereum an einer wichtigen Angebotswand stand. Das Wal-Kaufen stieß hier an Grenzen. Auch große Besitzer wurden effektiv über der Unterstützung gefangen, als der Ethereum-Kurs weiter nach unten rutschte.
So erklärt sich, warum die Korrektur trotz der Käufe anhielt. Es gab Nachfrage, vor allem von Walen, aber das Angebot war stärker. Die Wand hat gewonnen. Wenn ETF-Ströme und Kostenbasis-Widerstand zusammentreffen, bricht die Kursstruktur schnell zusammen.
Diese Ethereum-Kursmarken bestimmen jetzt die nächste Entwicklung
Ethereum ist jetzt wieder in der vorherigen Spanne, und die Struktur ist schwach.
Auf der Unterseite ist die Marke von 2.773 USD wichtig. Sie wird weiter unten im Ethereum-Kurs-Chart gezeigt.
Ein täglicher Schlusskurs unter diesem Bereich würde die rechte Schulter der umgekehrten Kopf-Schulter-Formation durchbrechen und die bullische Falle ganz bestätigen. Dieser Schritt würde auch die Cluster mit den Kostenbasen zwischen 2.819 und 2.835 USD gefährden.
Das ist zwar ein Bereich mit hoher Nachfrage, der Verkaufsdruck abfangen kann, aber wenn dieser Bereich verloren geht, könnte Ethereum noch weiter fallen.
Support-Wand: Glassnode
Darunter wird die Struktur schnell noch schwächer. Nach oben hin muss Ethereum die Erholung Schritt für Schritt schaffen.
Zuerst muss Ethereum die Marke von 3.046 USD zurückerobern. Damit würde sich der Kurs stabilisieren, aber das reicht nicht aus. Die wirkliche Prüfung wartet bei 3.180 USD. Hier würde die Zone von 3.146 bis 3.164 USD zur Nachfragezone werden. Erst wenn Ethereum diesen Bereich überwindet, kehrt echte Nachfrage zurück.
Wichtige Angebotswand nach oben: Glassnode
Doch selbst dann bleibt der Widerstand stark. Die größere Verkaufswand im Bereich von 3.407 bis 3.487 USD bestimmt weiterhin das Chartbild. Genau dort wurde der Ausbruch abgewiesen und die Korrektur ausgelöst.
Ethereum-Kursanalyse: TradingView
Solange Ethereum diese Bereiche nicht klar überschreitet, sind Anstiege weiterhin gefährlich. Das Fazit ist einfach.
Ethereum scheiterte nicht, weil die Käufer schwach waren, sondern weil das Angebot zu groß war. Solange sich das nicht ändert, bleibt die bullische Falle aktiv.
Warum jeder Cardano-Kurs-Anstieg unter 0,37 USD scheitern könnte: 3 Gründe
Der Cardano-Kurs ist wieder gestiegen, aber das Ergebnis ist das gleiche wie zuvor. Seit dem 20. Januar hat ADA ungefähr 7 Prozent zugelegt und ist kurzzeitig gestiegen. Danach stoppte der Anstieg und der Preis lag wieder bei etwa 0,35 USD. Das war kein Ausbruch. Es war nur ein erneuter Sprung, der keine weitere Bewegung nach oben brachte.
Drei Gründe erklären, warum die Kurssprünge von Cardano immer wieder scheitern und warum sich an der Situation nichts ändert.
Grund 1: Schwache bullische Divergenz löst Kurssprung aus
Der letzte Sprung wurde durch eine versteckte bullische Divergenz im Zwölf-Stunden-Chart ausgelöst. Von Ende Dezember bis zum 20. Januar machte der ADA-Kurs ein höheres Tief, während der RSI nur ein sehr flaches tieferes Tief zeigte.
Dieses Detail ist wichtig. Ein flaches tieferes Tief beim RSI bedeutet, dass der Verkaufsdruck nur ein wenig nachgelassen hat, aber die Käufer nicht die Kontrolle übernommen haben. Oft führen solche Divergenzen nur zu kurzen Anstiegen, aber nicht zu einem längeren Aufschwung.
Schwache Divergenz: TradingView
Genau das ist passiert. Der Kurs von Cardano stieg etwa 7 Prozent auf 0,37 USD am 21. Januar, aber der Anstieg stoppte schnell.
Der Zeitpunkt ist entscheidend. Am 21. Januar, als der Kurs 0,37 USD erreichte, stieg die Entwicklungs-Aktivität auf Cardano auf etwa 6,94, den höchsten Wert seit ungefähr einem Monat.
Entwicklungsaktivität zeigt, wie viel Arbeit auf der Chain passiert und stärkt oft das Vertrauen in den Kurs. Mitte Januar folgte das lokale ADA-Hoch direkt auf dem Hochpunkt der Entwicklungsaktivität.
Entwicklungs-Aktivität steigt und fällt dann: Santiment
Diese Unterstützung durch Entwicklung hielt jedoch nicht an. Die Aktivität ließ wieder nach und der Kurs fiel mit ihr. Jetzt liegt der Wert bei rund 6,85, aber das Hoch des Monats wurde nicht wieder erreicht. Die Divergenz hat den Ausverkauf gestoppt, aber sie hat nicht genug neue Nachfrage gebracht, um den Kurs weiter steigen zu lassen, weil die Entwicklung stagnierte.
Grund 2: Gewinnmitnahmen steigen bei jedem Cardano-Kursanstieg deutlich
Das größere Problem ist, was nach einem Anstieg von Cardano passiert.
Das „Spent Coins Age Band“ zeigt, wie viele Coins aus allen Altersgruppen bewegt werden. Höhere Werte zeigen, dass verkauft und Gewinne mitgenommen werden. Im letzten Monat folgte jeder Kurssprung von ADA einem starken Anstieg der Aktivität der bewegten Coins.
Ende Dezember stieg der Kurs von Cardano um etwa 12 Prozent und im gleichen Zeitraum kletterte die Aktivität der bewegten Coins um über 80 Prozent, was auf verstärktes Verkaufen bei steigenden Kursen hinweist. Mitte Januar legte ADA um 10 Prozent zu und die Aktivität schoss fast um 100 Prozent nach oben. Das zeigt, dass viele Inhaber den Anstieg genutzt haben, um auszusteigen.
Höhepunkte der Coin-Aktivität: Santiment
Dieses Verhalten kehrt jetzt zurück. Seit dem 24. Januar ist die Aktivität der bewegten Coins bereits um mehr als 11 Prozent gestiegen, von 105 Milllionen auf 117 Millionen, obwohl der ADA-Kurs noch nicht weiter nach oben ausgebrochen ist. Das zeigt, dass Verkäufer sich auf einen neuen Sprung vorbereiten und nicht auf eine Bestätigung warten.
Deshalb verschwindet die Dynamik immer wieder. Jeder neue Versuch, den Kurs zu steigern, führt zu noch schnelleren Gewinnmitnahmen als zuvor.
Grund 3: Wale fahren ihre Positionen zurück – Verkäufe werden nicht aufgefangen
Normalerweise sorgen Wale dafür, dass dieser Verkaufsdruck aufgefangen wird. Im Moment tun sie das aber nicht.
Wallets mit zehn bis 100 Millionen ADA haben ihren Bestand von ungefähr 13,64 Milliarden ADA auf rund 13,62 Milliarden ADA verringert. Das ist ein Rückgang um etwa 20 Millionen ADA seit dem 21. Januar. Ab dem 22. Januar sanken Wallets mit einer bis zehn Millionen ADA von etwa 5,61 Milliarden ADA auf ungefähr 5,60 Milliarden ADA. Das sind fast zehn Millionen ADA weniger.
Wale reduzieren ADA-Bestand: Santiment
Das sind keine panischen Verkäufe, aber es ist ein klarer Rückgang. Wenn die Nachfrage der Wale fehlt, werden die Gewinnmitnahmen nicht mehr aufgefangen und der Kurs ist stärker nach unten gefährdet, sobald Verkaufsdruck aufkommt.
Daten zu Derivaten zeigen diese Schwäche deutlich. In den nächsten sieben Tagen stehen Short-Liquidationen bei etwa 107,6 Millionen USD, während Long-Liquidationen näher bei 70,1 Millionen USD liegen. Shorts sind mehr als 50 Prozent höher als Longs. Das zeigt, dass viele Trader erwarten, dass Anstiege scheitern und nicht länger anhalten.
Liquidation Map: Coinglass
Dieses Ungleichgewicht bedeutet, dass der Markt schnell wieder mit Verkaufsdruck rechnet, wenn Cardano einen weiteren Anstieg versucht – besonders in der Nähe von Widerständen.
Diese Cardano-Kursmarken entscheiden jetzt über die nächste Bewegung
Die Kursbewegungen sind jetzt klarer zu erkennen.
Nach oben ist 0,37 USD die erste wichtige Marke. Ein klarer Ausbruch und das Halten darüber würde Short-Liquidationen auslösen und kurzfristig Entlastung bringen. Allerdings ist 0,39 USD noch wichtiger. Steigt der Kurs über diesen Bereich, würden die meisten verbliebenen Shorts liquidiert. Das wäre ein erstes Zeichen für einen Stimmungswechsel. Über 0,42 USD könnte die Struktur dann wieder bullisch wirken.
Nach unten ist 0,34 USD der wichtigste Support. Fällt Cardano darunter, werden viele Long-Positionen liquidiert. Dadurch könnte der Verkaufsdruck schnell zunehmen, weil die Hebel aufgelöst werden.
Cardano Kursanalyse: TradingView
Damit Cardano aus diesem Zyklus herauskommt, müssen drei Dinge zusammenpassen: Die Entwicklungsaktivität sollte die letzten Höchststände erreichen und halten. Der Handel mit alten Coins darf nicht steigen, wenn der Kurs anzieht. Und große Investoren (auch Wale genannt) müssen wieder zu Käufern werden.
Solange das nicht passiert, bleiben die Kurserholungen bei Cardano anfällig.
XRP-Kurs: Droht jetzt ein 25-Prozent-Absturz wegen sinkender ETF-Nachfrage?
Der XRP-Kurs befindet sich aktuell in einer gefährlichen Lage. Bei etwa 1,89 USD steht der XRP nur ein Prozent über einer wichtigen Unterstützung. Auf den ersten Blick sieht der Chart ruhig aus. Doch darunter zeigen einige Signale, dass sich das Risiko langsam aufbaut. Besonders ist nicht nur die Nähe zur Unterstützung. Entscheidend ist auch, was vorher nicht passiert ist.
Kürzlich zeigte XRP ein bullisches Signal, das normalerweise zumindest für eine kleine Erholung sorgt. Dieses Mal bewegte sich der Kurs jedoch kaum. Gerade dieses Ausbleiben ist die eigentliche Warnung.
Zwischen dem 31. Dezember und dem 20. Januar bildete der XRP-Kurs auf dem Tageschart eine versteckte bullische Divergenz. Der Kurs setzte dabei ein höheres Tief, während der Relative Strength Index (RSI) ein tieferes Tief anzeigte.
Eine versteckte bullische Divergenz zeigt oft, dass der Verkaufsdruck nachlässt und die Käufer bald wieder die Kontrolle übernehmen könnten. Zwar führt das nicht immer zu einer Rallye, oft aber zumindest zu einer kleinen Erholung oder einer Phase mit steigenden Kursen.
Das blieb hier jedoch aus.
Nach dem Auftreten der Divergenz stieg der XRP-Kurs kaum an. Der Kurs stagnierte und die Dynamik nahm nicht zu. Das ist eine wichtige Erkenntnis. Verkäufer machten zwar langsamer, doch die Käufer traten nicht an deren Stelle.
Entscheidende Divergenz gescheitert: TradingView
Solche Fehlsignale bei einer Divergenz sieht man oft in schwachen Märkten. Sie zeigen Unsicherheit, aber keine Stärke. Wenn ein bullisches Signal fehlschlägt, bedeutet das meist, dass die Nachfrage fehlt – nicht, dass das Signal falsch war.
Die aufsteigende XRP-Keilformation deutet weiterhin auf einen möglichen Rückgang von 25 Prozent, falls die Unterstützung fällt. Da die Käufer fehlen und die Verkäufer langsam wieder Kontrolle gewinnen, steht XRP vor einem Punkt, an dem selbst eine kleine Abwärtsbewegung einen deutlich stärkeren Rückgang auslösen könnte.
Außerdem stellt sich die Frage: Falls nach dem Rückgang des Verkaufsdrucks keine Käufer erscheinen, was passiert dann, wenn wieder mehr Verkäufer auf den Markt kommen?
ETF-Zuflüsse und Holder-Daten zeigen: Nachfrage lässt nach
Die Antwort beginnt bei den Kapitalflüssen.
Erstmals seit Wochen gab es Abflüsse bei XRP-bezogenen ETF-Produkten. In der Woche bis zum 23. Januar wurden insgesamt etwa 40,5 Mio. USD abgezogen. Zuvor gab es über längere Zeit regelmäßige Zuflüsse – ein deutliches Anzeichen für einen Stimmungswechsel.
ETF-Ströme sind wichtig, da sie große, gezielte Kapitalbewegungen zeigen. Sobald die Zuflüsse stoppen und ins Negative drehen, deutet das meist darauf hin, dass institutionelle Nachfrage pausiert oder sich zurückzieht.
Schwache ETF-Nachfrage: SoSo Value
Auch On-Chain-Daten zeigen ein ähnliches Bild.
Die Kennzahl „XRP Hodler Net Position Change“, welche die monatliche Bilanz der langfristigen Halter misst, hat sich abgeflacht und beginnt leicht zu sinken. Am 20. Januar hielten Langzeitbesitzer rund 232,1 Mio. XRP. Bis zum 24. Januar war diese Zahl auf ungefähr 231,55 Mio. XRP gefallen.
Hodler kaufen nicht nach: Glassnode
Das ist zwar kein aggressiver Verkauf, aber eben auch keine Akkumulation. Nach der Divergenz-Erkennung haben Langzeitbesitzer nicht spürbar aufgestockt. Das bestätigt das, was die Kursentwicklung schon gezeigt hat. Käufer waren nicht zuversichtlich genug, um nachzukaufen.
Wenn die Nachfrage bei den ETF-Produkten und bei den Langzeitbesitzern gleichzeitig stockt, tun sich Erholungen oft schwer.
Wal-Verkäufe halten XRP-Kurs unter Druck
Während die Käufer zögerten, handelte immerhin eine Gruppe.
Wallets mit einem Guthaben von 10 Mio. bis 100 Mio. XRP haben ihren Bestand verringert. Am 18. Januar lag der Wert bei rund 11,16 Mrd. XRP. Beim letzten Stand war der Bestand auf etwa 11,07 Mrd. XRP gefallen.
Das entspricht einer Verringerung von etwa 90 Mio. XRP. Zum aktuellen XRP-Kurs bedeutet das ungefähr 170 Mio. USD an Umschichtung.
XRP Whales Dumping: Santiment
Dieser Verkaufsdruck erklärt außerdem, warum XRP nicht auf die versteckte bullische Divergenz reagiert hat. Zudem sieht man dadurch, warum der Kurs weiter nahe an der Unterstützung bleibt. Aus technischer Sicht ist das Risiko nun deutlich.
Ein Tagesschluss unter 1,85–1,86 USD würde die Unterstützung im Keil brechen und das Abwärtsziel aktivieren. Das öffnet als Erstes den Weg in den Bereich bei 1,70 USD. Danach wäre auch ein stärkerer Rückgang bis 1,42 USD möglich, falls der Schwung zunimmt. Das käme fast an das Ziel vom rund 25 Prozent Einbruch heran.
XRP Kursanalyse: TradingView
Auf der Oberseite müsste XRP 1,98 USD zurückerobern, damit der Abwärtsdruck nachlässt. Dies würde zwar kurzfristig etwas Entlastung bringen. Allerdings bleibt es wohl nur bei einer Erholung, solange neue Käufer fehlen. Im Moment ist das Ungleichgewicht klar: Es gibt Verkäufer, aber keine Käufer.
Solanas Privacy-Coin steigt um 60 Prozent: Neues Cross-Chain-Swap-Feature sorgt für Kurssprung
Der Kurs von GhostWareOS` eigenem Token, GHOST, ist in den letzten 24 Stunden um fast 60 Prozent gestiegen. Händlerinnen und Händler haben so auf die Ankündigung des Projekts reagiert, dass das Angebot von datenschutzorientierten Produkten auf Solana deutlich erweitert wird.
GhostWareOS ist ein Datenschutz-Projekt auf Solana. Es möchte anonyme Zahlungen, verdeckte Übertragungen und datenschutzfreundliche Liquiditäts-Tools bieten, obwohl die Blockchain sonst komplett transparent ist.
Ghost-Swap-Start: GhostWare rückt ins Zentrum von Solanas Privacy-Offensive
Zum Zeitpunkt dieses Artikels lag der Kurs von GHOST bei 0,003692 USD. Das ist ein Anstieg um 58,3 Prozent in den letzten 24 Stunden.
Der Schwung nahm zu, nachdem GhostWareOS bestätigt hat, nächste Woche ein neues Produkt zu starten.
„Die Datenschutz-Schicht von Solana, GhostWareOS, betrieben mit $GHOST, wird nächste Woche ein neues Produkt veröffentlichen. Wir nennen es GhostSwap”, lautete die Ankündigung.
Die Ankündigung hat sofort Spekulationen ausgelöst, dass GhostWare mehr als nur private Zahlungen bieten will und nun an einem übergreifenden, kettenübergreifenden Datenschutz-Netzwerk arbeitet.
GhostSwap soll eine cross-chain dezentrale Börse mit Fokus auf Datenschutz und eine Brücke sein. Laut GhostWare können Nutzerinnen und Nutzer damit Vermögenswerte von anderen Blockchains zu Solana tauschen, ohne dabei ihre Wallet-Identität, Transaktionsverläufe oder Herkunft der Vermögenswerte offenzulegen.
Im Unterschied zu üblichen Brücken und DEXs, bei denen alles auf der Chain nachverfolgbar ist, soll GhostSwap die Verbindung zwischen Ein- und Auszahlung trennen. Gelder werden dabei durch geschützte Liquiditätspools und atomare Tauschmechanismen geleitet.
GhostWare: 2026-Roadmap bringt komplette Privacy-Ökonomie auf Solana
Der Start baut auf den langfristigen Plänen von GhostWare auf, die im Januar 2026 in einer Datenschutz-Roadmap vorgestellt wurden.
„2025 haben wir GhostWare als Datenschutz-Schicht für Solana aufgebaut und GhostPay eingeführt, um anonyme Zahlungen auf der Chain zu ermöglichen”, erklärte das Team in einer Mitteilung.
Die Roadmap sieht vor, daraus eine „Datenschutz-Ökonomie” zu machen, die vom GHOST-Token angetrieben wird.
Zusätzlich zu GhostSwap plant GhostWare das System GhostSend. Damit kann der Absender geheime Übertragungen auslösen, ohne dass auch der Empfänger weiß, wer gesendet hat.
Dieses Feature richtet sich etwa an private Peer-to-Peer-Zahlungen, Spenden und die Finanzierung von Aktivistinnen und Aktivisten, bei denen Anonymität entscheidend ist.
GhostWare plant zudem, im Jahr 2026 Lösungen für Unternehmen und NGOs zu integrieren. Dazu zählen private Gehaltszahlungen, B2B-Zahlungen und Transaktionen mit Stablecoins. Der Payroll-Anbieter Zebec wird schon jetzt als Pilotpartner genannt.
Mehrere geplante Upgrades für das Ghost Network bilden das Fundament des Projekts. Das Netzwerk dient als Relais und Verschlüsselungsschicht für mehr Datenschutz.
Dazu gehören: Mehrfach-Routing, das Entfernen von Metadaten, zwingende Nutzung von Stealth-Adressen und künftige Integration von Zero-Knowledge-Beweisen sowie Multi-Party-Berechnungen für weniger Vertrauensbedarf und mehr Dezentralisierung.
Der starke Anstieg beim GHOST-Kurs zeigt, dass Datenschutz-Infrastruktur für viele Nutzerinnen und Nutzer immer wichtiger wird. Gerade im Solana-Ökosystem mit hohem Durchsatz rücken Anwendungsfälle für Unternehmen und Hilfsorganisationen weiter in den Fokus.
Skalierung, Technik und Regulierung bremsen den GHOST-Hype
Allerdings sollte man erwähnen, dass GhostWareOS zwar GHOST als Datenschutz-Schicht für Solana bewirbt, mit GhostSwap, stealth transfers und Piloten für Unternehmen. Doch bisher ist viel Technik noch nicht bewiesen.
Solanas tatsächlich niedrige Transaktionen pro Sekunde, gelegentliche Ausfälle, Probleme mit ZK-Prüfungen und regulatorische Risiken bei Datenschutz-Coins werfen Zweifel an der Skalierung und Zukunftsfähigkeit auf.
Solana Ausfall Beispiel. Quelle: Status.Solana
Konkret:
Solanas echte Transaktionen pro Sekunde liegen bei etwa 700 bis 1.400 – weit unter den oft genannten 65.000.
Frühere Ausfälle (sieben in fünf Jahren, Stabilität aber ab Ende 2025) sind ein Thema.
ZK-Prüfungen haben mit Rechenbedarf und Fehlern zu kämpfen.
Datenschutz-Coins stehen unter Regulierungsdruck und es gibt immer strengere Krypto-Regeln.
Deshalb ist die aktuelle Hype-Rallye bei GHOST ein bekanntes Muster in der Krypto-Szene. Der 60-Prozent-Anstieg ist wahrscheinlich mehr Hype als ein Zeichen für dauerhaften Nutzen.
Jeff Bezos widerspricht Polymarket-Behauptung – Wie gefährlich sind Fake News auf Wettplattformen?
Polymarket steckt in einem Skandal wegen eines Beitrags auf Social Media über den Amazon-Gründer Jeff Bezos. Der Prognosemarkt behauptete, Bezos habe jungen Unternehmern kürzlich geraten, zuerst normale Jobs zu machen, bevor sie ein eigenes Unternehmen gründen.
Bezos widersprach dieser Aussage sofort. Diese Situation sorgt wieder für Bedenken, weil Prognosemärkte wie Polymarket in den sozialen Medien oft unbestätigte Nachrichten und Falschinformationen verbreiten.
Polymarket-Post: Jeff Bezos wehrt sich öffentlich
Am Donnerstag veröffentlichte Polymarket einen Beitrag auf X und erklärte, Bezos habe „angehenden Gen-Z-Unternehmern“ geraten, ihre Karriere bei „normalen Jobs“ wie McDonald’s oder Palantir zu beginnen, bevor sie ein eigenes Unternehmen starten.
Einige Stunden später antwortete der Amazon-Gründer auf diesen Post. Er sagte, er habe das nie gesagt, und fragte sich, warum Polymarket sich diese Aussage ausgedacht habe.
Während die Plattform immer mehr Kritik bekam, tauchte ein Video auf, in dem Bezos auf der Italian Tech Week sprach und Ratschläge an junge Unternehmer gab. Allerdings fand dieses Gespräch schon vor fast drei Monaten statt, und Bezos nannte keines der von Polymarket genannten Unternehmen.
„Ich rate jungen Leuten immer: Geht zu einem Unternehmen mit guten Standards, wo ihr viele grundlegende Dinge lernen könnt“, sagte er. Er fügte hinzu: „Ich habe Amazon gegründet, als ich dreißig war. Nicht mit zwanzig. Diese zehn Jahre mehr Erfahrung haben die Chancen auf Erfolg für Amazon verbessert.”
Diese Woche war besonders auffällig, weil Bezos selbst die Aussagen von Polymarket direkt zurückwies.
Gleichzeitig gibt es immer mehr Bedenken, dass Prognosemärkte über Social Media falsche Informationen an ihre Community verbreiten.
Plattformen wie Polymarket und Kalshi stehen unter erhöhter Beobachtung, weil sie über wichtige Nachrichten berichten, die Ereignisse falsch darstellen oder sogar erfunden sind. Dabei geht es oft um Themen wie Sportwetten oder politische Spannungen.
Nutzer von Social Media wiesen schnell auf konkrete Beispiele hin.
Tragen Prediction Markets zur Verbreitung von Falschinformationen bei?
In den letzten Wochen haben internationale Spannungen stark zugenommen. Beispiele sind die Festnahme von Venezuelas Diktator Nicolás Maduro, große Proteste im Iran und Streitigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und europäischen Ländern über den möglichen Kauf von Grönland.
Solche Ereignisse haben für viele Wetten auf Prognosemärkten gesorgt. Oft veröffentlichen diese Plattformen dann Warnungen auf Social Media, die die Realität jedoch nicht richtig wiedergeben.
Ein Beispiel dafür passierte Anfang des Monats: Polymarket veröffentlichte „Breaking News“ und erklärte, Sicherheitskräfte des iranischen Regimes hätten die Kontrolle über einige der größten Städte verloren.
Auch wenn Irans Regierung politische Probleme hat, kontrolliert sie das Land weiterhin durch Militär und Sicherheitskräfte. Dennoch erreichte dieser Beitrag mit umstrittenen oder falschen Aussagen fast 7 Millionen Aufrufe, 17.000 Likes und 2.000 Weiterleitungen.
Die meisten Kommentare warfen der Wett-Plattform vor, eine Fake-News-Seite zu sein.
Kalshi veröffentlichte auch einen Beitrag über angebliche Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark wegen Grönland. Der Prognosemarkt schrieb, die beiden Länder hätten eine Arbeitsgruppe gebildet, um über das US-Interesse an Grönland zu sprechen. Dieser Beitrag hatte 2,8 Millionen Aufrufe.
Obwohl das Weiße Haus das behauptete, gab Dänemark eine andere Darstellung ab. Dänemark sagte, man habe sich darauf geeinigt, „die Sicherheitsinteressen der USA in Bezug auf Grönland zu besprechen“.
Weder Polymarket noch Kalshi haben sofort auf die Anfrage von BeInCrypto geantwortet.
Auch über verbundene Partner von Kalshi wird berichtet, dass sie auf Social Media erfundene Sportnachrichten posten.
Laut Front Office Sports halten Kalshi und Polymarket trotz Kritik an diesen gefälschten Posts an der Nutzung von Affiliate-Badges fest.
Da Prognosemärkte im nächsten Jahr stark wachsen sollen, beobachten immer mehr Menschen, wie diese Plattformen über Social Media unbestätigte oder irreführende Informationen verbreiten.
Gemini übernimmt Verantwortung: Nifty Gateway schließt NFT-Marktplatz im Februar 2026
Nifty Gateway, eine der bekanntesten Plattformen aus dem NFT-Boom, hat bekannt gegeben, dass der Marktplatz am 23. Februar 2026 endgültig geschlossen wird.
Im Jahr 2019 wurde Nifty Gateway von Gemini übernommen. Die von den Brüdern Winklevoss gegründete Börse stellte auch die rechtlichen, sicheren und verwahrten Strukturen zur Verfügung, die nicht nur für den NFT-Marktplatz, sondern später auch für Nifty Gateway Studio als kreativer Web3-Arm von Gemini genutzt wurden.
Nifty Gateway jetzt nur noch Auszahlungen möglich – das musst du wissen
Ab sofort ist die Plattform nur noch im „Withdrawal-only-Modus“. Nutzer werden dazu aufgerufen, Geld und digitale Assets vor der Schließung abzuziehen.
Nifty Gateway Studio hat die Nachricht bestätigt und mitgeteilt, dass kein weiterer Handel oder neue Aktivitäten auf der Plattform möglich sind.
„Heute kündigen wir an, dass die Nifty Gateway Plattform am 23. Februar 2026 schließen wird. Ab heute befindet sich Nifty Gateway im withdrawal-only Modus“, sagte das Unternehmen.
Zudem teilte Nifty Gateway mit, dass Kundinnen und Kunden mit Guthaben in USD, ETH oder NFTs per E-Mail Anweisungen erhalten, wie sie ihre Assets von der Plattform abziehen können.
Gestartet um das Jahr 2020, wurde Nifty Gateway während der ersten NFT-Welle schnell bekannt. Die Plattform ist besonders durch kuratierte Digitalkunst-Drops und eine einfache Bedienung aufgefallen, weil sie den Kauf per Kreditkarte und mit Fiatgeld ermöglichte.
Dadurch konnte eine breitere, nicht auf Krypto spezialisierte Community erreicht werden, gerade als NFTs in den Mainstream gelangten.
Cameron und Tyler Winklevoss, die Gründer der Gemini-Börse, kauften die Plattform 2019. Damit wurde Nifty Gateway als führender NFT-Marktplatz mit Börsen-Sicherheit und Compliance etabliert.
Auf dem Höhepunkt des NFT-Booms 2021 gab es bei Nifty Gateway zahlreiche Kooperationen mit bekannten Künstlern und Marken. Die Plattform half dabei, digitale Kunst und Sammlerstücke als neue Anlageklasse zu etablieren.
Doch nachdem das Handelsvolumen von NFTs in den folgenden Jahren stark zurückging und das Interesse der Nutzer sank, verlor die Plattform an Bedeutung, obwohl es in der Branche Versuche gab, NFTs für Nutzung, Gaming und reale Vermögenswerte neu zu interpretieren. Zudem gab es 2021 einen Hack im Netzwerk, bei dem mehrere Accounts betroffen waren.
Krise am NFT-Markt: Steht die Zukunft von Nifty Gateway Studio auf dem Spiel?
Die Schließung ist Teil des länger anhaltenden Abschwungs im NFT-Markt. Es gab bereits mehrere Marktplätze, die entweder geschlossen, zusammengelegt oder ihr Modell von reinem NFT-Handel abgewandelt haben.
Neben Nifty Gateway hat sich auch Nike zurückgezogen – nur wenige Jahre, nachdem die Marke zum weltweit umsatzstärksten Anbieter mit NFT-Verkäufen wurde.
RTFKT, das 2021 von Nike übernommen wurde, hat im Januar 2025 seine Web3-Aktivitäten eingestellt, weil der NFT-Markt stark eingebrochen ist.
Das ist somit ein weiterer bekannter Rückzug aus dem ehemals sehr gefragten NFT-Bereich, der seit seinem Höhepunkt 2021 Schwierigkeiten hat, wieder an Fahrt zu gewinnen.
Während Gemini seine regulierten Krypto-Dienste weltweit weiter ausbaut, zeigt das Aus von Nifty Gateway, dass selbst gut finanzierte, frühe Plattformen es schwer haben, ein reines NFT-Geschäft am Leben zu halten.
Wie geht es jetzt mit Nifty Gateway Studio weiter?
Interessant ist: Die aktuelle Entwicklung kommt nur wenige Wochen, nachdem Nifty Gateway Studio noch offene Praktikumsstellen ausgeschrieben hatte. Das deutet entweder auf Interesse an neuen Talenten oder einen stärkeren Fokus auf Kosteneinsparung hin.
Daher bleibt nach der Ankündigung offen, was mit Nifty Gateway Studio (NGS), dem Web3-Kreativbereich des Unternehmens, passieren wird. Offiziell wurde NGS im Jahr 2024 gestartet.
NGS wurde als Full-Service-Digitalstudio präsentiert, das sich auf immersive, On-Chain-Kreativerlebnisse konzentriert. Es arbeitete mit Künstlern, Marken und Kreativen an experimentellem NFT-Content zusammen.
Bei den Projekten gab es von limitierten Sammlerstücken bis zu interaktiven Drops, die KI, Kunst und Blockchain verbinden, ganz unterschiedliche Ansätze.
Obwohl das Studio eng mit dem ursprünglichen Marktplatz verbunden ist, bleibt offen, ob Nifty Gateway Studio:
Unabhängig weiterarbeitet,
sich an Geminis größere Strategie anpasst oder
zusammen mit der Plattform eingestellt wird.
Das Unternehmen hat im Statement keine Details zur Zukunft des Studios genannt und bisher auch nicht auf eine Anfrage von BeInCrypto geantwortet.
„Unglaublich traurige Nachrichten. Ich bin sehr stolz auf das, was NG erreicht hat und auf die Arbeit, die alle geleistet haben. In meiner Zeit als Leiter zusammen mit Griffin Cock Foster haben wir über 500 Millionen USD an Künstler ausgeschüttet. Im Jahr 2021 waren das etwa ein Achtel von dem, was YouTube im selben Jahr an Creator ausgezahlt hat. Die NFT-Bewegung wird weitergehen”, sagte Duncan Cock Foster, Ex-Mitgründer von Nifty Gateway Studio.
Für Nutzer ist es jetzt am wichtigsten, das Guthaben abzuheben. Nifty Gateway hat betont, dass man bis zum Stichtag am 23. Februar 2026 alle Gelder und NFTs übertragen muss. Danach wird die Plattform komplett schließen.
US-Justizministerium stuft Krypto in neuer Analyse als Betrugs-Infrastruktur ein
Die US-Justiz stuft Krypto nicht mehr als Ausnahme ein, sondern als zentrales Werkzeug für Betrug.
Im Jahresbericht 2025 zeigt das DOJ, wie digitale Vermögenswerte kriminell genutzt werden – zunehmend auch durch KI.
US-Justiz stuft Krypto als Betrugs-Infrastruktur ein – KI macht Abzocke zum Milliardengeschäft
Im „Jahr im Rückblick 2025“ hat das DOJ drei bekannte Fälle hervorgehoben. Diese zeigen, wie Krypto immer öfter mit traditionellen Straftaten verbunden ist. Genannt wurden:
Medicare-Betrug
Investitionsbetrug in Millionenhöhe und
Vermögenswäsche.
Laut DOJ wurden im Jahr 2025 gegen 265 Angeklagte Anklagen erhoben. Der geplante Gesamtschaden liegt bei mehr als 16 Mrd. USD. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.
Die Betrugsabteilung arbeitet mit spezialisierten Einheiten, wie der Health Care Fraud Unit. Diese beschlagnahmt neben Bargeld und Luxusautos auch Krypto und andere Vermögenswerte.
Medicare-Betrug: Ältere Menschen im Wert von 1 Mrd. USD betrogen
Einer der auffälligsten Fälle betraf Tyler Kontos, Joel „Max” Kupetz und Jorge Kinds. Gegen sie wurde Anklage wegen eines 1-Mrd.-USD-Betrugs mit amniotischen Wundauflagen erhoben.
Das System richtete sich gegen ältere sowie schwerkranke Patientinnen und Patienten. Es brachte über 600 Millionen USD an nicht gerechtfertigten Medicare-Zahlungen ein.
Die Behörden beschlagnahmten später Vermögenswerte im Wert von mehr als 7,2 Millionen USD, darunter auch Krypto.
Wolf Capital CEO erhält Haftstrafe nach 9,4-Mio.-USD-Krypto-Investitionsmasche
In einem weiteren Fall wurde Travis Ford, früher CEO von Wolf Capital, zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er hatte mit einem 9,4-Millionen-USD-Krypto-Betrug rund 2.800 Anlegerinnen und Anlegern eine Rendite von 547 Prozent pro Jahr versprochen.
Diese Fälle zeigen die neue Strategie des DOJ. Krypto wird jetzt wie andere illegale Werte behandelt – etwa Bargeld, Autos oder Luxusgüter. Es wird nicht mehr nur als neue, spekulative Anlageform betrachtet.
Im Mittelpunkt steht jetzt nicht mehr die Kursmanipulation oder das Anheizen von Hype. Das Ziel ist vielmehr, Vermögen zurückzuerlangen und die kriminellen Strukturen abzubauen.
Dies passt zu einem jüngsten Schritt des DOJ, bei dem ein Venezolaner wegen mutmaßlicher Krypto-Geldwäsche im Wert von 1 Milliarden USD angeklagt wurde. Der Fall erstreckt sich über die USA und Hochrisiko-Länder.
KI macht Krypto-Betrug blitzschnell: Neue Gefahr für alle
Die zunehmende Industrialisierung von Betrug passt zu den politischen Prioritäten der USA. Der „America First“-Ansatz des DOJ passt zudem zur neuen, parteiübergreifenden SAFE Crypto Act. Dieses Gesetz sieht vor, innerhalb von 180 Tagen eine neue Bundes-Taskforce einzurichten. Sie soll den Kampf gegen Krypto-Betrug koordinieren.
„Um eine Taskforce zur Erkennung und Verhinderung von Krypto-Betrug zu schaffen, und für andere Zwecke“, heißt es im Gesetzesentwurf.
Der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, Alvin Bragg, fordert unter anderem, dass die Bundesstaaten den Betrieb ohne Krypto-Lizenz kriminalisieren. Er warnt davor, dass in rechtlichen Grauzonen eine kriminelle Wirtschaft von 51 Milliarden USD wächst.
Das DOJ und andere Aufseher werden sich wohl stärker auf KI-basierte Betrügereien konzentrieren. Dazu gehören zum Beispiel synthetische Investitionen in Token oder Betrugsgeschichten rund um KI-Trading.
Die weitere Regulierung von Krypto richtet sich zudem immer weniger nach Kursschwankungen, sondern nach seiner Rolle als Teil der Finanzinfrastruktur. Dadurch rücken digitale Vermögenswerte näher an die Regeln und die Kontrolle wie bei traditionellen Finanzsystemen.
Da das DOJ Krypto zunehmend als Kernstück moderner Betrugsstrukturen ansieht, werden Regulierung und Strafverfolgung noch stärker auf die Geschwindigkeit, den Umfang und die technische Raffinesse von Krypto-Kriminalität achten.
PwC zeigt 6 globale Trends für die Regulierung von Krypto-Assets 2026
Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ist die fehlende Klarheit in Sachen Krypto-Regulierung nicht mehr das größte Hindernis für die Entwicklung des Krypto-Ökosystems.
In ihrem aktuellen Bericht stellt PwC fest, dass die weltweite Krypto-Regulierung immer einheitlicher wird. Die Firma hat sechs große Trends bis 2026 erkannt.
PwC zeigt: Die wichtigsten globalen Trends für Krypto-Regulierung 2026
Der erste wichtige Trend betrifft Stablecoins. PwC hebt hervor, dass sich die Branche von der Entwicklung neuer Regeln hin zur Durchsetzung dieser Regeln bewegt. Die Aufsichtsbehörden setzen nun verbindliche Vorgaben zu Reserven, Rückgabe-Rechten, Verwaltung und Offenlegung durch.
In einigen Regionen gibt es zudem Grenzen dafür, wie viele Stablecoins jemand halten darf, um Risiken durch schnelle Abhebungen zu senken.
„Zentralbanken werden beginnen, die Zusammenarbeit zwischen systemisch wichtigen Stablecoins und Zahlungssystemen zu testen“, steht im Bericht.
Als zweiten Trend hebt PwC das wachsende Interesse an tokenisiertem Geld hervor. Tokenisierte Bankeinlagen, tokenisierte Bargeld-Alternativen und digitale Zentralbankwährungen für große Unternehmen verlassen die Testphase und werden bald breiter genutzt.
PwC sieht, dass Gesetzgeber grenzüberschreitende Zahlungslösungen fördern, bei denen tokenisierte Werte mit nationalen Zahlungssystemen verbunden werden.
Außerdem ist die Tokenisierung von echten Vermögenswerten (RWA) ein zentrales Thema für das Jahr 2026 geworden, wie viele Experten erwarten. Auch auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos war die Tokenisierung von RWAs das wichtigste und beständigste Thema bei Diskussionen rund um Krypto.
Als dritten Punkt sieht PwC den Verbraucherschutz als einen weiteren wichtigen Bereich. Der Bericht sagt, dass Firmen mit Lizenz strengere Regeln beim Marketing, bei Produktangeboten und beim Umgang mit Kunden einhalten müssen.
„Pflichten zur Finanzwerbung und Produktaufsicht werden in die Krypto-Lizenzen aufgenommen. Lizensierte Firmen müssen faire Ergebnisse, transparente Werbung, Eignungstests und Möglichkeiten für Kundenbeschwerden nachweisen“, so PwC.
Viertens: Bei größeren Unternehmen gibt es künftig mehr Klarheit darüber, wie digitale Werte als Sicherheit verwendet werden dürfen, etwa nach den UMR-Regeln.
Wenn diese Werte Vorgaben zu Liquidität, Bewertung, Verwahrung, Betriebssicherheit und Rechtslage erfüllen, werden Zulassungen wahrscheinlicher. Das macht es für Unternehmen einfacher, tokenisierte und ausgewählte Krypto-Vermögenswerte als Sicherheit und für Derivate zu nutzen.
Fünftens verweist PwC auf strengere Anforderungen für Mittler im Krypto-Bereich.
„Krypto-Börsen, Verwahrer und Stablecoin-Herausgeber fallen künftig unter umfassende Aufsichts-Ordnungen. Aufseher legen Anforderungen zu Kapital, Trennung, Liquidität und Notfallplänen fest – ähnlich wie bei nationalen Finanzmarkt-Infrastrukturen.“
Sechstens merkt PwC an, dass dezentrale Finanzen heute immer öfter so bewertet werden wie klassische Finanzmärkte. Die Behörden achten überall auf Markt-Integrität, Offenheit, Überwachung und den Umgang mit Interessenkonflikten – sowohl bei zentralen als auch bei dezentralen Handelsplätzen. Damit nähern sich die Standards weltweit an.
Diese Faktoren treiben Krypto abseits von Regulierungen an
Neben den Entwicklungen bei der Regulierung betont PwC im Bericht auch andere Einflüsse, die Krypto heute prägen:
Bitcoin-Kurs stagniert bei 89.000 USD – Charts zeigen, Käufer verlieren an Stärke
Der Bitcoin-Kurs hat sich in den letzten 24 Stunden kaum bewegt. Bitcoin bleibt stabil bei etwa 89.500 USD, obwohl die Verluste der Woche noch immer bei fast 6 Prozent liegen. Auf den ersten Blick sieht das wie eine ruhige Phase aus. Doch die Charts zeigen etwas anderes.
Mehrere technische und On-Chain-Signale deuten jetzt auf eine Pattsituation hin. Käufer versuchen, einen größeren Einbruch hinauszuzögern, wollen aber keine neue Rallye auslösen. Das Risiko steigt leise, und ein bisher weniger beachteter Gegner wird wichtiger.
Doji-Kerzen und EMA-Verlust: Bitcoin-Käufer verteidigen, aber drücken nicht nach vorn
In den letzten drei Handelstagen hat Bitcoin Kerzen erzeugt, die wie Doji-Kerzen aussehen und nur dünne Körper sowie lange Schatten haben. Diese Kerzen zeigen Unsicherheit, keine Ausgeglichenheit. Die Verkäufer drücken auf tiefere Kurse, die Käufer steigen erst spät ein. Doch keine Seite gewinnt die Kontrolle.
Dieses Verhalten tritt genau an der unteren Grenze einer aufsteigenden Keilformation auf. Ein steigender Keil zeigt nach oben, verengt aber die Kursbewegungen. Oft endet er mit einem Bruch nach unten, wenn die Unterstützung nicht mehr hält.
Falls diese Struktur nicht hält, könnte das Kursziel bei 77.300 USD liegen. Das wäre ein Rückgang von etwa 13 Prozent vom aktuellen Niveau.
Bitcoins bärische Struktur: TradingView
Das technische Risiko wird größer, wenn man die gleitenden Durchschnitte betrachtet. Bitcoin hat am 20. Januar seinen 20-Tage-EMA verloren. Ein EMA ist ein Trend-Indikator, der aktuelle Kurse stärker gewichtet und dadurch empfindlich auf kurzfristige Veränderungen reagiert.
Das letzte Mal, als Bitcoin deutlich unter den 20-Tage-EMA gefallen ist, war am 12. Dezember. Damals korrigierte der Kurs um etwa 8 Prozent. Aktuell ist der Bitcoin-Kurs seit dem Bruch bereits um etwa 5 Prozent gefallen, bevor er sich stabilisiert hat. Die Doji-ähnlichen Kerzen lassen vermuten, dass Käufer den Fall bremsen, aber nicht umkehren.
Weiteres technisches Risiko: TradingView
Zusammengefasst: Das ist keine Unentschlossenheit zwischen Bullen und Bären. Es sind die Käufer, die einen stärkeren Rückgang nur aufhalten wollen.
Wer kauft also noch, und warum wird die Unterstützung schwächer?
Langfristige Halter kaufen weiter, doch das Tempo lässt nach
On-Chain-Daten zeigen: Langfristige Halter, also Wallets, die Bitcoin seit mindestens 155 Tagen halten, kaufen immer noch, aber weniger stark. Diese Gruppe wird mit dem Indikator „Holder Net Position Change“ gemessen. Er zeigt, wie viele Coins langfristige Investoren in einer bestimmten Zeitspanne hinzufügen oder abziehen.
In den letzten zwei Wochen war dieser Wert durchgehend positiv. Dadurch wurde verhindert, dass Bitcoin bisher stark gefallen ist.
Allerdings lässt die Kraft nach.
Am 19. Januar haben langfristige Halter noch rund 22.618 Bitcoin gekauft. Am 23. Januar waren es nur noch ungefähr 17.109 Bitcoin am Tag. Das ist ein Rückgang der Kaufkraft um etwa 24 Prozent in nur vier Tagen.
HODLer kaufen: Glassnode
Die Halter stützen den Kurs also weiterhin, aber nicht mehr mit so viel Kraft. Das passt zu den Doji-ähnlichen Kerzen im Chart. Es gibt Unterstützung, aber diese wird schwächer.
Für sich allein wäre diese Verlangsamung nicht gefährlich. Das Problem dabei: Zur gleichen Zeit entsteht neuer Druck von anderer Seite.
Miner: Das unterschätzte Risiko hinter steigender Unsicherheit
Die wichtigste Veränderung kommt momentan von den Bitcoin-Miner.
Der Indikator „Miner Net Position Change“ misst, wie sich das Angebot in den Wallets der Miner innerhalb von 30 Tagen verändert. Wenn der Wert stärker negativ wird, verkaufen Miner über die Zeit mehr Bitcoin.
Am 9. Januar senkten Miner ihre Bestände um etwa 335 Bitcoin. Bis zum 23. Januar ist dieser Wert auf rund 2.826 Bitcoin gestiegen. Die Verkaufsaktivität ist damit in zwei Wochen um mehr als das Achtfache gestiegen.
Miner verkaufen: Glassnode
Der Grund dafür wird deutlicher, wenn man die Netzwerkgebühren betrachtet.
Bitcoins monatliche Netzwerkgebühren sind laut BeInCrypto-Analysten stark gefallen. Im Mai 2025 verdienten Miner etwa 194 BTC pro Monat durch Gebühren. Bis Januar 2026 war dieser Wert auf ungefähr 59 BTC gesunken. Das ist ein Rückgang der Einnahmen um etwa 70 Prozent.
Rückgang der Netzwerkgebühren: Dune
Niedrigere Gebühren drücken die Margen für Miner. Wenn die Einnahmen sinken, verkaufen Miner eher Bitcoin, um die Betriebskosten zu decken. Das scheint momentan zu passieren. Ihre Verkaufskraft ist bislang aber noch nicht sehr hoch.
Zur gleichen Zeit verändert sich das Verhalten der großen Bitcoin-Besitzer, der sogenannten Wale. Die Anzahl der Wal-Adressen stieg vom 9. bis 22. Januar langsam an, dann blieb die Zahl konstant oder fiel leicht. Dies weist auf eine frühe Verteilung hin und nicht auf einen aggressiven Verkauf. Dennoch verstärkt dieser Trend den Druck, den auch die Miner verursachen.
BTC-Wale: Glassnode
Der Markt hängt nun von bestimmten Kursbereichen ab.
Bitcoin-Kurs: Diese Marken entscheiden jetzt über den Ausbruch
Beim aktuellen Kurs nahe 89.500 USD braucht Bitcoin einen Tagesschluss über 91.000 USD. Das entspricht einer Bewegung von etwa 1,79 Prozent. Erst dann wäre die 20-Tage-EMA wieder erreicht. Das würde den Druck nach unten verringern und zeigen, dass die Käufer wieder stärker werden.
Das Risiko ist nah.
Schließt der Kurs unter 88.500 USD, also etwa 1 Prozent tiefer, fällt Bitcoin wieder unter die steigende Keil-Unterstützung. Dann könnten die nächsten Kursziele schnell erreicht werden.
Bitcoin-Kurs-Analyse: TradingView
Wichtige Bitcoin-Kursbereiche sind zuerst 84.300 USD und danach der Keil bei etwa 77.300 USD. Falls langfristige Halter langsamer kaufen und Miner weiter verkaufen, werden diese Marken immer wichtiger.
Nansen CEO: Darum kann KI bei Krypto-Trading menschliche Überzeugung nicht ersetzen
Künstliche Intelligenz hat viele Branchen verändert. Überall stellt sich die gleiche Frage: Wird sie Menschen ersetzen? In Krypto sieht man die Folgen schon, zum Beispiel durch KI-gesteuerte Trading-Bots und agentenbasierte Handelssysteme.
Doch Alex Svanevik, CEO und Mitgründer von Nansen, sagt, dass KI den menschlichen Verstand nicht ersetzt, sondern ihn unterstützt. In einem exklusiven Interview mit BeInCrypto erklärt Svanevik diesen Wandel genauer und zeigt, was die Zukunft für KI-gestützte Analysen bringt.
KI-Debatte in Krypto-Trading: Nansen CEO fordert Ergänzung statt Ersatz
Am 21. Januar kündigte Nansen den Start seiner KI-gestützten On-Chain-Handelsfunktion an. Das ist ein großer Schritt weg von einer reinen Analyse-Plattform hin zu einem Produkt, das Einblicke gibt und direkten Handel ermöglicht.
Mit seiner eigenen Datenbank von mehr als 500 Millionen markierten Wallets erlaubt die neue Funktion den Nutzerinnen und Nutzern, Portfolios zu verwalten, On-Chain-Signale live zu interpretieren und Vorschläge auf Datenbasis zu bekommen. Zudem können sie Trades direkt in Nansen ausführen.
„Nansen AI wurde mit der hauseigenen Datenbank trainiert und geprüft. Bei Tests für On-Chain-Analyse und Handel schneidet Nansen AI regelmäßig besser ab als andere führende KI-Produkte. So liefert das System nicht nur genauere, sondern auch direkt nutzbare Einblicke. Damit bekommen Trader und Investoren einen echten Vorteil beim Handel“, heißt es in der Ankündigung.
Außerdem eröffnet der Start, was Nansen „Vibe-Trading“ nennt. Damit ist gemeint, dass Nutzer einfacher vom Einblick zum On-Chain-Handel kommen, ohne ständig das Werkzeug wechseln zu müssen.
Während die KI immer mehr Analysearbeiten übernimmt, stellt sich die Frage nach der Rolle der menschlichen Analysten. Svanevik meinte, KI kann riesige Datenmengen verarbeiten. Sie analysiert zum Beispiel Hunderte Millionen Wallets, verfolgt Chain-übergreifende Bewegungen und erkennt Muster, die Menschen nicht sehen würden.
Er betonte aber, dass die Entscheidungen bei den Nutzenden bleiben. Menschen steuern den Prozess, indem sie die richtigen Fragen stellen und Aktionen freigeben.
„Die Grenze ist nicht fest. Sie verschiebt sich, wenn KI besser im Denken wird und On-Chain-Daten vielfältiger werden. Das Ziel ist aber nicht, Urteilsvermögen zu ersetzen. Menschen sollen von langweiligen Aufgaben befreit werden, damit sie sich auf wichtigere Entscheidungen konzentrieren“, sagte er.
Woran du erkennst, ob Analysen im KI-getriebenen Krypto-Markt wirklich vertrauenswürdig sind
Forschungen zeigen, dass mehr Nutzung von KI-Werkzeugen die Fähigkeit zum kritischen Denken schwächen kann. In den Krypto-Märkten müssen Trader oft mit extremer Schwankung und riskanten Assets umgehen. Das Risiko ist also noch größer.
Svanevik sieht das anders. Er meint, „gute KI“ gibt mehr Hinweise. Dadurch müssen Nutzende kritischer über die Durchführung nachdenken, nicht weniger.
„Der eigentliche Risiko-Faktor ist, wenn alle nach dem gleichen Muster handeln. Das gibt es nicht nur bei KI, sondern auch bei menschlichen Analysten. Die Lösung ist Vielfalt: verschiedene Modelle, Strategien und Daten-Interpretationen. Deshalb bauen wir Werkzeuge, die eigene Entscheidungen unterstützen, nicht ein einziges System, dem alle folgen“, fügte er hinzu.
Der Geschäftsführer stellte zusätzlich klar, dass man keiner KI und keinem Menschen blind vertrauen sollte. Wichtig sei, ob die Analyse regelmäßig über längere Zeit stabil bleibt.
Zur Glaubwürdigkeit auf einem KI-geprägten Markt sagte der CEO,
„Glaubwürdigkeit in einer KI-geführten Zeit kommt durch Messung und Wiederholung, nicht durch einen Namen oder Follower in sozialen Medien. KI kann ständig und sehr großflächig getestet werden. Das ist ein Vorteil, den Menschen nie erreichen können.“
Er erklärte, der einfachste Test ist praktisch. Svanevik schlägt vor: Die Nutzenden sollten Fragen stellen, die für sie relevant sind und prüfen, ob die Antworten hilfreich, verständlich und nutzbar sind. Er meint, die meisten erkennen gute Qualität schnell.
„Langfristig wird sich das Vertrauen weg von einzelnen Analysten bewegen, hin zu Plattformen, die regelmäßig beweisen, dass sie Hinweise liefern und Störfaktoren verringern. Das ist unser Anspruch“, sagte Svanevik zu BeInCrypto.
Darum kann KI On-Chain-Daten analysieren, aber niemals menschliche Überzeugung ersetzen
Menschliche Analysten treffen Handelsentscheidungen oft auf Basis von On-Chain-Kennzahlen, Kursdaten und anderen Hinweisen. Dazu nutzen sie ihr Urteilsvermögen und ihren Blick für den Zusammenhang. Dagegen verlassen sich KI-Systeme auf Muster, die sie aus vergangenen Daten lernen.
Als man Svanevik fragte, ob KI einmal ein ähnliches Urteilsvermögen bekommen kann, sagte er, das ist wahrscheinlich – aber auf eine andere Art als beim Menschen.
Er erklärte, dass KI eine eigene Art von Zusammenhängen erkennt. Der Geschäftsführer glaubt, dass sie viel besser darin sein kann, Live-Daten aus ganz verschiedenen Bereichen zu verarbeiten als jede Person.
„Dafür braucht es besseres Training, längere Kontexte und Rückmeldungen aus der echten Durchführung. Das passiert schon bei unserem Agenten. Er erkennt nicht nur Muster, sondern versteht, wie sich Verhaltensdaten in Echtzeit verändern. Das ist der erste Schritt zum Urteilsvermögen. Mit jeder Entwicklung des Modells und mit dem Lernen aus Millionen On-Chain-Interaktionen wird das besser“, sagte Svanevik.
Svanevik sieht aber einen Punkt, den KI nie voll ersetzen kann: Verantwortung für Entscheidungen unter Unsicherheit zu tragen.
Er meint, KI kann zwar Muster, Wahrscheinlichkeiten und Szenarien zeigen und analysieren, was passiert ist oder passieren könnte. Aber sie kann keine persönliche Risikobereitschaft, Werturteile oder Verantwortung übernehmen, wenn es schiefgeht.
„On-Chain-Analyse führt immer zu echten Handlungen: Geld investieren, Teams fördern, öffentliche Empfehlungen geben. Jemand muss diese Entscheidungen verantworten. Das bleibt ein menschlicher Job“, so der Geschäftsführer.
Er betonte, dass Glaubwürdigkeit immer bei Menschen liegen wird, ganz egal, wie fortschrittlich KI-Modelle werden. Bei Entscheidungen, Verantwortung und Überzeugung zählen Menschen. KI kann dabei helfen, Entscheidungen zu treffen, dennoch müssen Menschen sie selbst fällen und die Folgen tragen.
„Entscheiden, was wichtig ist. KI kann dir sagen, was auf der Chain passiert, aber sie kann dir nicht sagen, worauf du achten solltest. Das ist Geschmack. Das ist Überzeugung. Das ist menschlich“, sagte Svanevik.
Am Ende sieht Svanevik KI als ein starkes Hilfsmittel, nicht aber als Entscheider. Zwar kann KI Muster, Wahrscheinlichkeiten und Erkenntnisse wie nie zuvor sichtbar machen, dennoch bleibt der Mensch zentral für Risiko, Verantwortung und Überzeugung.
Da Analysen mit KI immer öfter genutzt werden, wird Vertrauen immer wichtiger bei Plattformen, die ihre guten Erkenntnisse fortlaufend zeigen können. Gleichzeitig sind Menschen weiterhin dafür verantwortlich zu entscheiden, was zählt, und für die Ergebnisse einzustehen.
Solanas neuer 500$-Smartphone-Token schießt nach Launch in die Höhe
Solanas neuer Schritt in Richtung Hardware sorgte diese Woche für eine Überraschung. Der Token, der mit dem neuen Seeker-Smartphone verbunden ist, $SKR, stieg laut CoinGecko-Daten innerhalb weniger Tage nach dem Start um mehr als 200 Prozent.
Der starke Anstieg kam nach dem lange erwarteten Token Generation Event (TGE) und einem Airdrop. Beide sind mit dem zweiten Smartphone von Solana Mobile verbunden, einem Android-Gerät für 500 USD, das direkt für die Nutzung auf der Chain entwickelt wurde. Obwohl anfangs Schwankungen erwartet wurden, sorgten das Tempo und das Ausmaß der Kursbewegung für viel Aufmerksamkeit in der Krypto-Community.
Ein Smartphone extra für Krypto-Nutzer?
Der Solana Seeker ist ein Web3-Smartphone und kein klassisches Top-Gerät. Es bringt Wallet-Sicherheit, Identitätsfunktionen und Staking direkt ins Betriebssystem.
Das Handy hat eine eingebaute Seed Vault für private Schlüssel, eine biometrische Transaktionsbestätigung und direkten Zugang zum Solana-dApp-Store.
Du kannst direkt mit dApps arbeiten, Token staken und deine Belohnungen im Blick behalten, ohne dabei externe Wallets nutzen zu müssen.
Laut Solana Mobile wurden in der ersten Verkaufswelle mehr als 150.000 Geräte vorbestellt. Jetzt werden weitere Geräte ausgeliefert, denn das Ökosystem startet in eine zweite Belohnungsrunde.
SKR-Token-Start: Das musst du jetzt wissen
Im Seeker-Ökosystem spielt das Token SKR die Hauptrolle. Es ist ein Solana-Token mit einem festen Vorrat von 10 Mrd. Stück. Etwa 30 Prozent davon wurden bei einem Airdrop an Gerätebesitzer und durch On-Chain-Aktivität verteilt.
Die Auszahlungen gab es direkt über die Seeker-Wallet, und Token konnten sofort gestakt werden. Entwickler bekamen besonders viele Token, während starke Nutzer sechsstellige Mengen erhielten.
Im Gegensatz zu vielen neueren Projekten begann $SKR mit einer eher niedrigen Bewertung. Dadurch waren anfangs weniger schnelle Verkäufe zu beobachten.
Kursverlauf von Seeker SKR seit dem Start. Quelle: CoinGecko Darum ist SKR-Kurs so stark gestiegen
Mehrere Gründe sorgten dafür, dass $SKR in den ersten zwei Handelstagen so stark anstieg. Viele Token wurden direkt zum Start gestaket. Das Staking-Modell von Solana Mobile belohnt Halter dafür, ihre Token früh zu sperren. So gab es zum Start weniger verfügbare Token und der Kurs konnte schneller steigen.
Auch die anfänglichen Staking-Belohnungen von fast 24 Prozent APY lockten viele Nutzer an. Diese Belohnungen stammen aus der Token-Inflation, also nicht aus echten Einnahmen. Deshalb profitieren besonders die frühen Beteiligten, während viele vom schnellen Verkauf absehen.
Seeker lockt beim Staking von SKR mit fast 24 Prozent APY. Quelle: Solana Mobile
Zudem haben schnelle Exchange-Listings und ein hohes Handelsvolumen für eine rasche Preisfindung gesorgt. Täglich wurden in der Spitze mehr als 140 Mio. USD gehandelt – viel, verglichen mit der Marktkapitalisierung zum Start.Größere Börsen wie Coinbase und Kraken haben den Token gelistet, obwohl die Marktkap nur knapp 200 Mio. USD beträgt.
Diese Faktoren führten in den ersten Tagen zu einem kurzfristigen Angebotsengpass.
Allerdings basiert die starke Nachfrage zu Beginn vor allem auf Airdrop-Effekten, Staking-Prämien und niedriger Liquidität, weniger auf dauerhaften Einnahmen oder echter Nutzung.
Kommen mehr Token in Umlauf und sinkt die Inflation, könnten neue Preisschwankungen auftreten.
Mit Seeker wagt Solana den bisher größten Versuch, Hardware direkt mit tokenbasierten Anreizen zu verknüpfen.
Ob dieses Modell mehr Nutzer als nur die frühen Fans anspricht, ist aber noch offen.
Späteinsteiger will sich EU-Kryptoregulierung vor Deadline sichern
Binance macht still und leise wichtige Schritte in einer Ecke Europas, die die Krypto-Landschaft auf dem ganzen Kontinent verändern könnte.
Binance startet spät in Griechenland – doch die Ziele sind groß
Das Magazin Fortune berichtete, dass Binance offiziell die EU-weite MiCA-Lizenz über die neu gegründete griechische Tochterfirma Binary Greece beantragt hat.
Mit diesem Schritt will Binance die vollständige Einhaltung des Markets in Crypto-Assets (MiCA) Rahmens vor der wichtigen Frist am ersten Juli 2026 erreichen. Ab diesem Datum dürfen Plattformen ohne Lizenz keine Nutzer in der EU und im EWR mehr bedienen oder müssen mit Beschränkungen rechnen.
„Krypto-Dienstleister, die ihre Angebote vor dem dreißigsten Dezember 2024 nach geltendem Recht bereitgestellt haben, dürfen dies bis zum ersten Juli 2026 oder bis zur Erteilung oder Ablehnung einer Genehmigung nach Artikel 63 weiterhin tun, je nachdem, was früher eintritt”, so die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde.
Die Entscheidung, den Antrag in Griechenland und nicht in üblichen Krypto-Hochburgen wie Malta oder Luxemburg zu stellen, ist ein überraschender strategischer Schritt.
Mit einem eingetragenen Kapital von 25.000 EUR (fast 30.000 USD) und als Aktiengesellschaft mit nur einem Anteilseigner zeigt Binary Greece, dass Binance langfristig in Europa Fuß fassen will.
Die griechischen Behörden sind zwar nicht für schnelle Lizenzvergaben bekannt, bieten aber dennoch einen potenziell schnellen Genehmigungsweg und ein weniger überfülltes regulatorisches Umfeld. Dadurch wird das Land zu einem aufstrebenden Hotspot für Krypto-Aktivitäten.
MiCA, das seit 2023 gilt, sorgt für einheitliche Krypto-Regeln in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie im EWR. Insgesamt leben dort rund 450 Millionen Menschen.
Wer in einem Mitgliedsstaat eine Lizenz erhält, kann seine Dienste überall in der EU anbieten. So entfallen nationale Einzelanmeldungen und der Aufwand für die Einhaltung der Regeln sinkt.
Für Binance würde die MiCA-Genehmigung den Weg für europaweite Geschäfte ebnen – von Handel bis Verwahrung und stabilen Token-Angeboten. So könnten zudem frühere Untersuchungen in Ländern wie Frankreich adressiert werden.
Binance im MiCA-Wettlauf: Schafft es die Krypto-Börse, den Anschluss zu halten?
Mehrere andere große Börsen haben bereits eine MiCA- oder vergleichbare CASP-Lizenz erhalten, darunter:
Kraken über Irland
Coinbase über Luxemburg
Bybit EU über Österreich
OKX in Malta
Crypto.com, Bitpanda und Gemini.
Mit diesen Lizenzen können die Unternehmen fast überall in der EU operieren und sichern sich Vorteile im geregelten Markt.
Binance kommt zwar später, nutzt aber seine Größe und Erfahrung, um schnell aufzuholen. Dadurch könnte das Unternehmen wieder Marktanteile in Europa gewinnen. Vorherige Einschränkungen hatten das Wachstum dort gebremst.
Die griechische Tochtergesellschaft wurde für unbegrenzte Dauer gegründet. Das zeigt: Binance bleibt langfristig in Europa und plant keine kurzfristige Lösung.
Die Frist im Juli 2026 macht Druck auf Binance und andere internationale Anbieter. Um Dienste wie diese anzubieten, ist vollständige MiCA-Konformität Pflicht:
Ausgabe von stabilen Token
Börsenhandel und
Verwahrung im ganzen Verbund.
Bemerkenswert ist zudem, dass einzelne EU-Staaten wie Frankreich, Italien und Österreich Bedenken am MiCA-Passsystem angemeldet haben.
Sie schlagen mehr zentrale Kontrolle durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) vor. Eine Änderung am Regelwerk jetzt würde allerdings große Unsicherheit bringen.
Ein mögliches Ja für Binance bedeutet nicht automatisch einen besonderen Vorteil, da auch andere große Anbieter MiCA-Genehmigungen haben. Dennoch beseitigt der Schritt einen zentralen Unsicherheitsfaktor, stärkt das Ansehen und ermöglicht günstigeres Wachstum in ganz Europa.
Mit Binary Greece setzt Binance also bewusst auf den EU-Markt und auf die neue, aufstrebende griechische Krypto-Community.
Ledger macht Krypto-Sicherheit zur Wall-Street-Goldgrube: 4-Mrd.-USD-Börsengang kommt
Ledger, ein französischer Anbieter für Krypto-Hardware-Wallets, plant laut Berichten einen Börsengang (IPO) in den USA.
Damit würde Ledger zu einer wachsenden Gruppe von Krypto-Unternehmen gehören, die in den USA an die Börse gehen wollen. Grund dafür ist unter anderem ein günstiges Umfeld durch die Regulierungsbehörden.
Ledger plant möglichen Börsengang in den USA
Laut der Financial Times hat Ledger die Investmentbanken Goldman Sachs, Jefferies und Barclays beauftragt, eine mögliche Börsennotierung zu prüfen. Dadurch könnte Ledger mit mehr als 4 Mrd. USD bewertet werden.
Das wäre ein großer Sprung, denn 2023 lag Ledgers Bewertung nach einer Finanzierungsrunde mit Investoren wie True Global Ventures und 10T Holdings noch bei 1,5 Mrd. USD. Die FT berichtet unter Berufung auf mit der Sache vertraute Quellen, dass der Börsengang schon in diesem Jahr erfolgen könnte.
Diese Pläne können sich jedoch noch ändern. BeInCrypto hat Ledger ebenfalls kontaktiert, aber das Unternehmen wollte keinen Kommentar dazu abgeben.
Ledger hat schon früher Interesse gezeigt, an die US-Kapitalmärkte zu gehen. Im November 2025 sagte Geschäftsführer Pascal Gauthier, dass das Unternehmen verschiedene Möglichkeiten prüft. Dazu zählt ein Börsengang in New York oder eine private Finanzierungsrunde.
„Das Geld für Krypto liegt heute in New York, sonst nirgends auf der Welt, und ganz sicher nicht in Europa“, sagte er.
Die geplante Börsennotierung kommt zu einer Zeit, in der Ledger ein starkes Umsatzwachstum erlebt. Gauthier gab an, dass Ledgers Erlöse bis November 2025 im dreistelligen Millionenbereich lagen.
Diese Entwicklung ist vermutlich auf den Anstieg von Krypto-Hacks zurückzuführen. Immer mehr Krypto-Anleger wollen ihre Werte mit Hardware-Wallets schützen, da es immer häufiger zu Kriminalität im Krypto-Bereich kommt.
Laut Schätzungen von Chainalysis könnten Krypto-Betrug und betrügerische Aktivitäten im Jahr 2025 für Verluste von mehr als 17 Mrd. USD gesorgt haben.
Die Ankündigung stößt dennoch auf Kritik, etwa beim Krypto-Ermittler ZachXBT. Er macht sich Sorgen wegen Ledgers vergangenen Sicherheitsvorfällen und Problemen mit Produkten.
„Ledger, eine französische Sicherheitsfirma, wurde mehrmals gehackt. Dadurch sind private Kundendaten geleakt worden, was gezielte Diebstähle und Verluste in Millionenhöhe ermöglichte. Aktuelle Produkte haben große Mängel, wie zum Beispiel den Akku des Ledger Nano X. Nun plant Ledger nach der Ankündigung einer Gebühr für das klare Signieren, durch einen US-IPO noch mehr Geld herauszuholen“, schrieb er.
Erst kürzlich berichtete BeInCrypto von einem Datendiebstahl, bei dem über einen externen Dienstleister (Global-e) Kundeninformationen offengelegt wurden. Auch 2020 hatte es schon ein Sicherheitsproblem bei Ledger gegeben, bei dem Kundendaten entwendet wurden.
Inzwischen kommen Ledgers Pläne nur kurz nach BitGos Start als erstes großes Krypto-IPO im Jahr 2026. Die Firma für Krypto-Verwahrung ist am 22. Januar an der New Yorker Börse gestartet und hat ihre Aktien für 18 USD angeboten.
Die Aktie startete 24,6 Prozent höher bei 22,43 USD, wodurch BitGo rund 2,2 Mrd. USD wert war. Zuvor gab es schon mehrere Krypto-Börsengänge im Jahr 2025, etwa von Circle, Figure Technology, Gemini und Bullish. Auch Grayscale und Kraken haben IPOs beantragt.
Bärisch abgelehnt: Fällt der XRP Kurs auf ein neues Tief?
Ripple-Prognose für Samstag, 24. Januar 2026: Der XRP Kurs stößt auf bärische Ablehnung. Setzt er die Korrekturphase fort?
Der Ripple Kurs scheint die Korrekturphase in die nächste Runde zu bringen. Fällt der Ripple Preis auf ein neues Tief?
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Der XRP Kurs wurde am 200-Tage-EMA bärisch abgewiesen
Im Tageschart liegt weiterhin ein Death Cross der EMAs vor, wodurch der Trend kurz- bis mittelfristig bärisch bestätigt bleibt. Zudem sind auch die MACD Linien bärisch überkreuzt, wobei das Histogramm des MACDs seit gestern bullisch höher tickt.
Der RSI bewegt sich dabei im neutralen Bereich. Im Tageschart zeigt sich zudem, dass der Kurs am 200-Tage-EMA und am 0,382 Fib Niveau zwischen rund 2,29 USD und 2,376 USD bärisch abgewiesen wurde.
Anschließend ist der Kurs sogar deutlich unter den 50-Tage-EMA bei rund 2,04 USD gefallen. Damit wartet am letzten Tief bei rund 1,77 USD die nächste Unterstützung auf Ripple.
XRP Preis Chart von Tradingview Im 4H-Chart haben die EMAs ein Death Cross geformt
Im 4-Stunden-Chart haben die EMAs ein Death Cross ausgebildet, wodurch der kurzfristige Trend bärisch bestätigt ist. Demgegenüber sind die MACD Linien bullisch gekreuzt, während das MACD Histogramm einen Aufwärtstrend aufweist.
Der RSI bewegt sich derweil im neutralen Bereich und liefert keine klaren Impulse.
XRP Preis Chart von Tradingview Der XRP Kurs wurde vorletzte Woche am 0,382 Fib Widerstand bei rund 2,38 USD bärisch abgewiesen
Auf der Oberseite trifft der Ripple Kurs derzeit sowohl am 50-Wochen-EMA bei etwa 2,256 USD als auch am 0,382 Fibonacci Level bei rund 2,376 USD auf wichtige Widerstände. Ein Ausbruch über diese Zone würde einen bullischen Durchbruch aus dem parallelen Abwärtskanal bedeuten.
Stattdessen wurde Ripple aber vorletzte Woche am 0,382 Fib Widerstand bei rund 2,38 USD bärisch abgewiesen. Die Indikatoren zeigen sich dabei aber noch bullisch im Wochenchart.
So tickt das Histogramm des MACDs seit vielen Wochen bullisch höher, womit sich die MACD Linien bald bullisch kreuzen könnten. Darüber hinaus weisen die EMAs weiterhin ein Golden Crossover auf, wodurch der mittelfristige Aufwärtstrend bestätigt bleibt.
Der RSI verharrt hingegen im neutralen Bereich und liefert keine klaren Impulse. Um die laufende Korrekturphase endgültig abzuschließen, muss Ripple das Golden Ratio Niveau bei rund 2,9 USD nachhaltig überwinden.
Davon ist Ripple derzeit noch weit entfernt.
XRP Preis Chart von Tradingview Im Monatschart zeigen sich die Indikatoren eindeutig bärisch
Zum Jahresbeginn konnte der Ripple Kurs zunächst steigen. Nachdem XRP die Golden Ratio Unterstützung bei rund 1,55 USD erreicht hatte, konnte der Preis bereits um etwa 53 % zulegen.
Jedoch wurde XRP anschließend am 0382 Fib Widerstand bei rund 2,37 USD bärisch abgewiesen. Zudem haben sich die MACD Linien im Monatschart bärisch gekreuzt und das Histogramm des MACDs tickt seit einigen Monaten bärisch tiefer.
Der RSI nimmt dabei eine neutrale Position ein und gibt keine eindeutigen Signale. Bis jetzt ist die Monatsskerze noch grün.
Doch wenn der Kurs weiterfällt, könnte er zur Unterstützungszone zwischen rund 1,34 USD und 1,57 USD zurückkehren.
XRP Preis Chart von Tradingview Gegen Bitcoin befindet sich der XRP Kurs an der 50-Monate-EMA Unterstützung
Gegenüber Bitcoin hält sich der Ripple Kurs erfolgreich über der 50-Monate-EMA Unterstützung bei etwa 0,0000207 BTC. Auf der Oberseite wartet nun im Bereich zwischen 0,0000288 BTC und 0,0000297 BTC der nächste markante Widerstand.
In diesem Bereich befindet liegt zudem das entscheidende Golden Ratio Niveau, dessen Durchbruch erforderlich wäre, um die übergeordnete Abwärtsbewegung zu beenden. Sollte Ripple hingegen die Unterstützung am 50-MonatseEMA bärisch brechen, liegt die nächste bedeutende Unterstützung am Golden Ratio Level bei rund 0,000017 BTC.
Im Monatschart senden die Indikatoren derzeit überwiegend bärische Signale. Das MACD Histogramm zeigt einen ausgeprägten Abwärtstrend, während die MACD Linien kurz davorstehen, sich bärisch zu kreuzen.
Der RSI verharrt dabei im neutralen Bereich und liefert keine klaren Richtungsimpulse. Nichtsdestoweniger konnte sich XRP seit 13 Monaten erfolgreich über der 50-Monate-EMA Unterstützung halten.
XRP Preis Chart von Tradingview
Ripple (XRP) wird unter anderem auf diesen Krypto-Börsen gehandelt:
Coinbase
Bitget
Bybit
Binance
Kraken
KuCoin
OKX
Crypto.com
Hier geht es zur letzten Ripple Kursprognose vom 08. Januar 2026.
Siehe die vollständige XRP-Kursprognose für 2025 hier.
Ethereum-Wale kaufen 1 Mrd. USD nach 15-Prozent-Korrektur – steigt der Kurs jetzt wieder?
Ethereum scheint sich nach einer starken Korrektur zu stabilisieren. ETH wird aktuell nahe 2.950 USD gehandelt, nachdem der Kurs zuvor um etwa 15,6 Prozent von seinen Januar-Hochs gefallen ist und bei einer wichtigen Unterstützung gedreht hat. Obwohl der Ethereum-Kurs auf den ersten Blick immer noch schwach aussieht (elf Prozent Rückgang in einer Woche), zeigen einige versteckte Signale, dass sich die Lage ändern könnte.
Ein abgeschlossener bärischer Momentum-Reset, starke Käufe durch Wale und eine schnelle Erholung bei der Netzwerknutzung passieren gerade gleichzeitig. Zusammen werfen diese Signale eine wichtige Frage auf: Bereitet sich Ethereum auf eine stärkere Erholung vor, oder handelt es sich nur um eine kurzfristige Reaktion?
Kurs bricht ein: Handelsvolumen sinkt, während Wale einsteigen
Die jüngste Schwäche von Ethereum kam nicht überraschend. Zwischen dem sechsten und vierzehnten Januar zeigte ETH eine bärische RSI-Divergenz (relative Stärke-Index) im Tages-Chart. Der Kurs erreichte ein höheres Hoch, aber der RSI, ein Indikator für die Stärke des Trends, machte ein tieferes Hoch. Das ist oft ein Zeichen für das Ende eines Trends.
Dieses Signal zeigte seine Wirkung. Ethereum korrigierte etwa 15,6 Prozent und fiel in die Unterstützungszone bei 2.860 USD, bevor der Kurs sich stabilisierte.
Was an der Unterstützung passierte, ist wichtig.
Als die Kurse zwischen dem zwanzigsten und einundzwanzigsten Januar weiter sanken, bildete der On-Balance-Volume-Indikator (OBV) ein höheres Tief. Das bedeutet, dass der Verkaufsdruck nachließ und größere Käufer Coins aufnahmen, anstatt zu verkaufen. OBV zeigt, wie das Handelsvolumen fließt. Solche Abweichungen erscheinen oft nahe lokalen Tiefpunkten.
Bullische ETH-Struktur: TradingView
Wale scheinen auf diese Veränderung reagiert zu haben.
In den letzten 24 Stunden ist die von Walen gehaltene Ethereum-Menge (ohne Börsen) von 103,73 Millionen ETH auf 104,08 Millionen ETH gestiegen. Das entspricht rund 350.000 ETH an einem Tag.
ETH-Wale: Santiment
Beim aktuellen ETH-Kurs hat diese Ansammlung einen Wert von etwas mehr als 1,03 Milliarden USD.
Das zeigt, dass Wale nicht am Hochpunkt gekauft haben. Sie sind nach dem Momentum-Reset und einer Prüfung der großen Unterstützung eingestiegen. Für sie war die Korrektur ein Einstieg und kein Ausstieg. Dennoch könnte das nicht der einzige Grund für ihr Handeln sein.
Ethereum ist wieder Nummer zwei bei täglichen einzigartigen Adressen – SEI überholt
Nicht nur die technische Lage verbessert sich gerade.
Am 23. Januar hat Ethereum laut BeInCrypto-Analysten wieder den zweiten Platz bei den Layer-1 DUA (tägliche einzigartige Adressen) hinter BNB erreicht. Zuvor hatte sich SEI (ebenfalls eine Layer-1-Chain) den zweiten Platz gesichert, weil durch Gaming dort gerade viel passiert. opBNB, das Layer-2 von BNB, liegt weiterhin noch höher.
ETH erobert Platz zwei zurück: Dune
Das ist wichtig, denn tägliche einzigartige Adressen zeigen die echte Nutzung des Netzwerks und nicht nur Spekulation auf den Kurs. Durch den Erfolg auf Chain bei den Adressen zeigt sich, dass auf Ethereum als Layer-1 wieder mehr los ist, auch wenn der Kurs noch unter den letzten Hochs bleibt. SEI war für Ethereum länger schon ein großer Konkurrent.
Sei war vorher stärker als Ethereum: Dune
Außerdem liegt Ethereum beim Wachstum der Adresszahlen weiterhin klar vor allen großen Layer-2-Ökosystemen.
Diese Erholung zeigt sich inzwischen auch immer mehr in den sozialen Medien.
Die Social Dominance von Ethereum ist seit gestern stark gestiegen: von etwa 0,37 Prozent auf 4,43 Prozent und kurzzeitig sogar fast 5,8 Prozent, bevor es wieder abkühlte. Oft sind lokale Hochpunkte bei der Social Dominance ein Vorzeichen für kurzfristige Kursanstiege bei ETH. Genau in diesem Zeitraum haben Wale ETH im Wert von über 1 Mrd. USD eingesammelt.
Anstieg des Social Volumes: Santiment
Zum Beispiel:
Am 17. Januar gab es einen lokalen Anstieg bei der sozialen Dominanz. In den folgenden Sitzungen stieg der ETH-Kurs um 2,1 Prozent.
Am 21. Januar folgte auf einen weiteren Anstieg innerhalb von 24 Stunden ein Plus von 3,4 Prozent.
Das garantiert zwar keine Rallye. Dennoch zeigt es, dass eine stärkere Wahrnehmung im Netzwerk in der Vergangenheit oft kurzfristige Kursbewegungen ausgelöst hat. Die Rückkehr auf Platz zwei bei den täglichen einzigartigen Adressen auf der L1-Chain ist außerdem ein grundlegender Grund für das gestiegene Interesse.
Diese Ethereum-Kursmarken sind jetzt entscheidend
Von hier aus ist die Struktur von Ethereum gut sichtbar.
Auf der Unterseite bleibt die Unterstützung bei 2.860 USD sehr wichtig. Diese Marke beendete den Rückgang von 15,6 Prozent und dort kauften große Investoren stark ein. Ein klarer Verlust dieser Zone würde die bullische Entwicklung schwächen und könnte den Kurs auf noch tiefere Unterstützungen führen.
Auf der Oberseite muss ETH die Marke von 3.010 USD überwinden. Das sind nur etwa 2,6 Prozent über dem aktuellen Kurs. Gelingt ein deutlicher Anstieg, rückt das nächste Ziel bei 3.350 USD in den Fokus. Dieser Bereich hat den Kurs schon seit Mitte Januar begrenzt.
Ethereum-Kursanalyse: TradingView
Wenn dieses Level durchbrochen wird, könnte der Ethereum-Kurs als Nächstes die Marken bei 3.490 USD und 3.870 USD anvisieren. Sollte ETH aber die Unterstützung bei 2.860 USD nicht halten, richtet sich der Blick wieder auf 2.770 USD. Damit würde sich die Hoffnung auf eine Erholung zerschlagen.
Von schnellen Reaktionen zu klarer Strategie: So passen sich Trader an den 24/7-Markt an – Interv...
Während die Kryptomärkte reifer werden, fragen sich immer mehr Trader: Wie kann ich aktiv handeln, wenn der Markt nie aufhört, ohne immer geistig präsent zu sein? Die Antwort darauf ist immer öfter nicht bessere Vorhersagen oder schnellere Reaktionen, sondern das Strategie-Trading. Hier folgt die Ausführung klaren Regeln und nicht spontanen Entscheidungen. Auf vielen Plattformen zeigt sich dieser Wandel durch Trading-Bots, die Strategien in gleichbleibende Ausführung umsetzen.
In einem aktuellen Gespräch mit BeInCrypto erzählt Federico Variola, CEO von Phemex, wie diese Entwicklungen die Herangehensweise von Tradern an die Ausführung verändern. Er erklärt auch, warum strategie-basierte Tools, darunter Trading-Bots, immer öfter genutzt werden, um Ordnung in die dauerhaften Märkte zu bringen.
BeInCrypto: Kryptomärkte machen nie Pause. Welche grundlegende Realität übersehen Trader oft, und wie wirkt sich das mit der Zeit auf ihr Verhalten aus?
Federico Variola: Viele Trader unterschätzen, wie hart ein 24/7-Markt für menschliche Entscheidungsfindung ist. Es gibt im Kryptomarkt keine Öffnungszeiten, keinen Neuanfang. Menschen hingegen werden müde, sind abgelenkt und werden emotional. Diese Lücke spielt eine große Rolle.
Die meisten versuchen, das mit mehr Einsatz zu lösen: Sie schauen länger hin, reagieren schneller und glauben, Disziplin sei einfach Anstrengung. Doch das hält nicht lange: Müdigkeit setzt ein, Gefühle kommen ins Spiel und das Trading wird reaktiv. Es geht weniger um Erfahrung als um Struktur. Menschen versuchen, einen Markt manuell zu steuern, der nie stoppt.
Deshalb ist es wichtig, Entscheidung und Ausführung zu trennen. Du legst einmal Regeln fest und überlässt die Ausführung diesen Regeln, statt immer perfekte Entscheidungen zu fordern. Das ist die Idee hinter Tools wie Trading-Bots: Sie sollen den Einfluss von Gefühlen verringern.
Trader, die diesen Wechsel akzeptieren, jagen nicht mehr jedem Kurs nach, sondern achten auf den Ablauf und Wiederholbarkeit. Das macht es erst möglich, weiterzumachen, ohne auszubrennen.
BeInCrypto: Wann war dir klar, dass die Grenzen des manuellen Tradings im Krypto strukturell sind und nicht nur mit Können zu tun haben?
Federico Variola: Wenn man viel Zeit damit verbringt, das Verhalten der Nutzer zu beobachten, erkennt man klare Muster. Mit der Zeit treten bei allen ähnlich Probleme auf: Anfänger tun sich schwer, erfahrene Trader brennen aus. Die Symptome sind unterschiedlich, aber die Ergebnisse am Ende oft gleich.
Aus der Sicht der Nutzer ist das ein starkes Zeichen. Wenn viele dieselben Herausforderungen haben, obwohl sie die Risiken und Abläufe verstehen, liegt die Grenze nicht beim Können.
Wir haben oft gesehen, dass Trader nicht wegen fehlender Ideen scheitern, sondern weil in Stress-Situationen die Ausführung zusammenbricht. Sie wissen, was zu tun ist, können es aber nicht dauerhaft umsetzen. Dieser Unterschied zwischen Plan und Umsetzung sorgt für Frust.
Darum setzen wir auf Tools, die Beständigkeit unterstützen. Nachhaltiges Handeln bedeutet, die verschiedenen Phasen eines Traders zu begleiten – vom Weg weg vom manuellen Trading bis zur systematischen Ausführung im größeren Stil. Strategie-Trading bringt dort Struktur hinein, wo Menschen oft Schwierigkeiten haben. Nutzer bekommen einen Rahmen, in dem sie wachsen können.
BeInCrypto: Beim Krypto-Trading geht es noch oft um Vorhersagen und Timing. Wo verwechseln Trader das Vorhersagen des Marktes mit dem Ausführen einer Strategie und wie zeigt sich dieser Fehler?
Federico Variola: Viele denken, eine Meinung zum Markt zu haben, sei schon eine Strategie. Wer den nächsten Kurs vorhersehen kann, glaubt, der Rest läuft von allein. Das ist aber selten so.
Das Problem entsteht, wenn der Markt sich gegen einen dreht. Stopps werden verschoben, Positionen aus dem Bauch heraus ergänzt oder der ursprüngliche Plan wird ganz verworfen. Der eigentliche Fehler ist das Fehlen von Struktur.
Eine Strategie legt fest, was nach einer Einschätzung passiert. Bei Bot-Strategien ist diese Struktur schon eingebaut. Ein Grid-Bot sagt nicht den Kurs voraus, sondern folgt festen Regeln, wenn sich der Kurs bewegt. DCA- oder Martingale-Bots nutzen ähnliche Abläufe beim Einstieg und Positions-Aufbau. Die Strategie ist dann keine Meinung, sondern das System selbst.
Wer ständig auf Vorhersagen setzt, erlebt viele Gefühlsachterbahnen. Wer strategiebasiert handelt, kann die Ergebnisse besser bewerten und fragen, ob das System passt, statt zu zweifeln, ob Emotionen im Weg standen.
Darum sind Börsen wichtig, die Bots anbieten. Sie nehmen Tradern das Denken nicht ab, helfen aber dabei, auch bei schnellen Bewegungen am Plan festzuhalten.
BeInCrypto: Wenn du siehst, wie Trader sich entwickeln: Wo helfen strukturierte Tools wie Bots tatsächlich, und wo können sie Entscheidungen nicht ersetzen?
Bots helfen vor allem bei der Beständigkeit, besonders am Anfang einer Trading-Karriere. Viele neue Trader tun sich mit der Ausführung schwer. Copy-Trading ist oft ihr erster Schritt in die Strategie. So können sie teilnehmen, ohne jede Entscheidung selbst zu treffen und lernen, wie disziplinierte Ausführung aussieht.
Mit mehr Erfahrung werden Tools wie Grid-Bots wichtiger. Ein Grid arbeitet in einer festgelegten Spanne und kauft sowie verkauft systematisch bei Kursbewegungen, was gerade in Seitwärtsphasen nützlich ist. Auf Phemex nutzen Trader Grid-Bots sowohl für Spot- als auch für Futures-Handel, um nicht jeder Kursbewegung nachrennen zu müssen, sondern dauernd nach Regeln zu handeln.
Strategien wie DCA- oder Martingale-Bots bringen auch beim Positionsaufbau Struktur ins Trading. Überall hier gilt: Die Ausführung bleibt stabil, auch wenn der Markt es nicht ist.
Wichtig sind Bildung und eine einfache Einrichtung. Wir haben uns bewusst in die Lage von Tradern auf verschiedenen Stufen versetzt und Anleitungen sowie Artikel erstellt, die erklären, wie die Strategien funktionieren. Auch beim Einrichten achten wir auf Einfachheit: Mit einem Klick Bots zu starten oder KI-Parameter zu nutzen, senkt die Hürde und gibt trotzdem die Kontrolle nicht aus der Hand.
BeInCrypto: Ihr seht Bots als Einstieg ins Strategie-Trading, nicht als Profi-Tool. Welche Annahmen zu Trader-Verhalten stellt das auf den Kopf?
Federico Variola: „Damit hinterfragen wir die Annahme, dass Trader erst durch Chaos gehen müssen, bevor Struktur sinnvoll ist. Viele glauben, man muss schon lange manuell handeln, Fehler machen, Bauchgefühl aufbauen und erst dann auf strukturierte Tools umsteigen. Wir sehen oft, dass das mehr schadet als hilft.
Gerade am Anfang erleben Trader die schwierigsten Seiten des Marktes gleichzeitig: Schwankungen, Unsicherheit und eigene Gefühle. Ohne Struktur übertraden sie meist, reagieren auf Nebengeräusche oder ändern zu schnell die Richtung. Diese Gewohnheiten bilden sich sehr früh und sind später schwer zu ändern.
Wenn Bots von Anfang an eingesetzt werden, bekommt man sofort ein Gefühl für disziplinierte Ausführung. Ob man eine Strategie kopiert, ein simples Grid nutzt oder eine DCA-Variante auswählt – entscheidend ist: Die Ausführung folgt Regeln und nicht dem Impuls.
Bei Phemex haben wir Strategie-Tools genau dafür entwickelt. Manche starten mit Copy-Trading, um Strategien kennenzulernen. Andere legen gleich los und richten einen Bot mit fertigen Parametern ein. Erfahrenere passen alles an oder kombinieren mehrere Tools. Wichtig ist – Struktur kommt früh, und mehr Komplexität erst, wenn die Nutzer bereit dafür sind.
Wenn du es so machst, denken Menschen nicht, dass Strategie-Trading nur etwas für Experten ist. Es wird ein natürlicher Teil beim Lernen. Mit der Zeit entstehen so meist Trader, die ruhiger und beständiger handeln.
BeInCrypto: Das Trading Bot Carnival von Phemex zeigt, wie Trading-Bots einen praktischen Einstieg in Strategie-Trading bieten. Welche Probleme oder Verhaltensweisen wolltet ihr ändern, als ihr diese Kampagne gestartet habt?
Federico Variola: „Von der Nutzerseite führt das meistens zu Ermüdung statt zu echten Fortschritten. Viele handeln öfter, aber wissen nicht wirklich, warum. Sie investieren Zeit und Aufmerksamkeit, fühlen sich aber trotzdem nicht sicherer oder beständiger. Mit der Zeit werden sie dadurch frustriert. Bei Phemex sehen wir das bei sehr unterschiedlichen Nutzern. Einige sind neu und fühlen sich vom Futures-Markt überfordert. Andere sind schon erfahren, aber sehr stark im Trading aktiv und ändern dauernd ihre Positionen, ohne einen festen Plan zu haben.
Und weil wir als Exchange die Nutzer in den Mittelpunkt stellen, sehen wir es als unsere Aufgabe, Tradern die Werkzeuge zu geben, die sie für bewusstes Handeln brauchen.
Strategie-basiertes Trading hilft beiden Gruppen. Damit können sie das Tempo rausnehmen, eigene Regeln aufstellen und müssen nicht immer spontan reagieren.
Es geht nicht darum, den Leuten zu sagen, was sie tun sollen. Im Gegenteil, wir helfen ihnen so, auf eine Art und Weise zu traden, die sie auch länger durchhalten können, selbst wenn der Markt sie ständig zu schnellen Reaktionen drängt.”
BeInCrypto: Futures-Trading läuft oft auf viele Wechsel hinaus. Was denkst du, wie hilft ein fester Ablauf dabei, Trader über mehrere Marktphasen hinweg zu motivieren?
Federico Variola: „Viele schnelle Wechsel im Futures-Markt kommen davon, dass man laufend auf alles reagieren will. Die Märkte bewegen sich schnell und wer immer die Richtung erraten will, handelt oft zu häufig und wird erschöpft.
Ein fester Ablauf ist eine Alternative. Grid-Trading zum Beispiel ersetzt ständige Vorhersagen durch eine festgelegte Handelsspanne und klare Kauf- und Verkaufsgrenzen. So können Trader kleine Kursbewegungen automatisch nutzen, statt immer die Richtung zu jagen. Im Futures-Markt kann das neutral, bullisch oder bärisch sein, aber die Regeln bleiben gleich.
Mit so einer Struktur bleiben Trader länger dabei, selbst wenn es am Markt unruhig ist. Sie müssen nicht auf jede kleine Bewegung eingehen, sondern folgen ihrem Plan. Bei Phemex sehen wir: Wenn Trader einen festen Ablauf haben, bleiben sie länger am Markt, statt nur auf ihr Gefühl zu setzen.”
Phemex veranstaltet gerade das Trading Bot Carnival und will so immer mehr Trader für Trading-Bots begeistern. Der Gewinntopf liegt bei insgesamt 260.000 USDT. Neue Nutzer können bis zu 100 USDT gewinnen, wenn sie mitmachen. Alle Infos zur Aktion gibt es hier.
Farcaster, ein früher vielversprechendes soziales Protokoll, wurde übernommen. Das Startup Neynar, das von Investoren unterstützt wird, übernimmt jetzt die Führung.
Inzwischen ziehen sich die Gründer Dan Romero und Varun Srinivasan leise aus der Blockchain-Community zurück.
Farcaster: Infrastruktur, Community oder Neustart – Was bringt die Zukunft?
Die Übernahme wurde am 21. Januar 2026 verkündet. Der Wert des Deals liegt laut Berichten bei etwa 1 Mrd. USD, doch die genauen Details bleiben geheim. Gleichzeitig sind die täglich aktiven Nutzer um 40 Prozent gesunken und der Umsatz hat um 85 Prozent nachgelassen.
Farcaster DAU. Quelle: Dune Analytics
Unter all den Gerüchten um ein mögliches Scheitern bleibt eine wichtige Frage: Bedeutet das das Ende der Web3-Social-Ideen oder ist es vielleicht ein stiller Neuanfang?
Die Geschichte von Farcaster begann 2021, als Romero nach seinem Erfolg mit dem Coinbase-Börsengang ein soziales Netzwerk ohne Plattformrisiko aufbauen wollte.
Nutzer sollten ihre Identität selbst besitzen. Apps sollten auf Ethereum starten und mit der Zeit auf Optimism wechseln können. Die Community sollte das Wachstum steuern.
Farcaster Umsatz. Quelle: Dune Analytics
Mit Varun Srinivasan als Partner sammelte Romero 30 Mio. USD in einer Finanzierungsrunde 2022, angeführt von a16z. So konnte Warpcast als Haupt-App für die Krypto-Community starten.
2023 wuchs das Projekt stetig. Es gab außerdem weniger Bots als bei X. 2024 brachte eine 150-Mio.-USD-Finanzierungsrunde, geführt von Paradigm, eine Bewertung von 1 Mrd. USD und große Erwartungen.
Neue Funktionen wie Frames (Mini-Apps, die Aktionen direkt in Posts auf der Chain ermöglichen) sorgten für Begeisterung und lockten Entwickler an, die gerne experimentieren wollten.
Doch dann kam 2025. Es gab viel Spam, Frames wurden missbraucht, Power-Badges sorgten für Diskussionen und die Beschlagnahmung von Kanälen führte dazu, dass Nutzer sich abwandten.
Sogar die Übernahme von Clanker im Oktober, einem Social-Trading-Protokoll mit über 50 Mio. USD Gebühren, konnte den Rückgang nicht aufhalten.
Die Kosten explodierten, das Engagement blieb aus und Realität und Hype passten nicht zusammen. Der Tech-Kommentator Bayomi sagte, dass Farcaster 180 Mio. USD eingenommen, aber in fünf Jahren vor dem Verkauf nur 2,8 Mio. USD Umsatz gemacht hat.
Farcaster bleibt: Gründer sichern langfristigen Schutz des Protokolls und verantworten Investoren-Gelder
Zu den Gerüchten über eine Schließung sagte Romero, dass Farcaster nicht eingestellt wird.
„Das Protokoll funktioniert und es geht weiter… mit 250.000 MAU im Dezember und mehr als 100.000 Wallets mit Guthaben“, meinte er.
Neynar will sich jetzt stärker auf Entwickler konzentrieren. Merkle Manufactory gibt die gesamten 180 Mio. USD in einem seltenen Schritt verantwortungsvoll an die Investoren zurück.
Romero, der von den Coinbase-Erlösen sein Haus kaufte, betonte, dass er über fünf harte Jahre immer Verantwortung übernommen hat.
Lob, Kritik und Web3-Risiko: Krypto-Community streitet über Farcasters Zukunft
Die Investoren unterstützen die Gründer weiterhin. Chris Dixon bedankte sich für die „fünfjährige Partnerschaft“ und freut sich auf die Zeit unter Neynar.
Kyle Samani sagte stolz, er würde Romero „sofort wieder“ unterstützen. Balaji Srinivasan lobte das Team dafür, eines der besten dezentralen Social-Protokolle geschaffen und die Freiheit im Internet über schnelle Gewinne gestellt zu haben.
Dennoch gibt es Kritik. Liron Shapira bezeichnete Farcaster als den „letzten Versuch“ von Dixons „Read/Write/Own“-Idee und nannte das Ganze „unlogische Irreführung“.
Hishboy erklärte, die Zeit sei vorbei, und meinte Krypto sei allein für „Internet-Kapitalmärkte. Punkt.“ Tervelix sprach die Fehler am Anfang an, wie die erzwungene Übernahme des Bankless-Kanals, und war über das, was er als „Rettungsaktion“ sieht, nicht glücklich.
Sogar Entwickler haben ihre Frustration geteilt: Ein Entwickler berichtete, dass Freunde enttäuscht sind, weil sich im Ökosystem ständig alles ändert. Sie fordern mehr Sichtbarkeit, transparente Abläufe und technische Verbesserungen.
Befürworter haben direkt reagiert. Nutzer Chaskin argumentierte, das sei kein Betrug, denn die meisten Startups scheitern. Außerdem lobte er Romeros unermüdlichen Einsatz in der Öffentlichkeit.
Gleichzeitig lobte Foobar das „respektable Ende” und hob hervor, dass es keinen Token-Betrug oder wertlose Projekte gab.
Robin kritisierte die „Charakterzerstörung” und betonte Farcasters Dezentralisierung, die nutzerfreundliche Oberfläche und den inspirierenden Einfluss auf Krypto-Unternehmer.
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin sieht die Situation in einem größeren Zusammenhang. In seinem Versprechen für dezentrale Soziale Netzwerke 2026 lobte er Farcaster neben Lens. Zudem forderte er, Krypto-Plattformen sollen langfristig die Interessen der Nutzer unterstützen, statt nur schnelle Spekulation zu ermöglichen.
„Wir brauchen Kommunikations-Tools, die die besten Infos und Argumente hervorheben… nicht nur Firmeninhalte”, schrieb er und setzte sich außerdem für Wettbewerb auf gemeinsamen Datenebenen ein.
Doch worum geht es eigentlich? Das Schicksal von Farcaster stellt die Seele von Web3 auf die Probe. Wird das Projekt zu einer echten Alternative für große Netzwerke? Oder kann Neynar mit einem Fokus auf Entwickler neue Wege erschließen – jedoch eher ruhig und ohne viel Aufmerksamkeit?
Die Gründer sind nun weg, aber das Protokoll lebt weiter. Trotzdem schwankt die Vision von einer dezentralen Krypto-Welt zwischen Fata Morgana und echter Revolution.
Zoomex erweitert Derivate-Angebot und startet neue Initiativen für europäische Nutzer
Europäische Trader sind im Jahr 2026 wählerischer: Sie wünschen sich eine gute Abdeckung von Derivaten, eine stabile Ausführung bei schnellen Märkten und klare Regeln für Zugang und Auszahlungen – nicht nur eine große Liste an Coins.
Zoomex gehört zu den Plattformen, die oft in Vergleichen von Krypto-Derivate-DEXes in Europa genannt werden.
Wichtige Funktionen für Derivate-Trader
Zoomex wirbt mit einem starken Fokus auf Derivate und einer breiten Auswahl an handelbaren Assets.
Für Nutzer aus der EU sind wichtige Bewertungskriterien meist die Gebühren, die Finanzierungssätze, das Slippage und die Stabilität der Plattform.
Wichtige Erkenntnisse
Weltweite Reichweite und Marktvielfalt: Zoomex wurde 2021 gegründet und meldet über 3 Mio. Nutzer in über 35 Ländern und Regionen sowie über 600 Handelspaare. Damit stellt sich Zoomex als globale DEX mit breitem Zugang dar.
Entwickelt für Schnelligkeit und einfache Nutzung: Zoomex setzt laut eigener Aussage auf „Einfachheit × einfache Nutzung × Schnelligkeit“. Die Matching-Engine ist für Order-Ausführungen im Millisekundenbereich gebaut, wobei die Oberfläche für einfaches Trading ohne viele Hürden gestaltet wurde.
Sicherheits- und Compliance-Signale: Zoomex gibt an, MSB-Lizenzen aus Kanada und den USA, eine US-NFA-Registrierung und eine Australien AUSTRAC-Lizenz zu besitzen. Zudem hat die Plattform ein Hacken-Sicherheitsaudit bestanden. Auch flexible Verifizierungsarten werden hervorgehoben, darunter veröffentlichte Auszahlungsstufen wie Lv.0 bis zu 100 BTC pro Tag und Lv.1 bis zu 200 BTC pro Tag.
Zoomex Card: Neue Krypto-Zahlungslösung für den Alltag in Europa ab Anfang 2026
Zoomex Card (Zahlungen Anfang 2026): Neben dem Handel mit Derivaten setzt Zoomex auch auf echte Zahlungen im Alltag. Ende Dezember 2025 begann die frühe Registrierung für die Zoomex Card. Dieser Dienst soll Krypto-Vermögen überall einsetzbar machen. Möglich wird dies über ein weltweites Mehrwährungskonto auf Basis der regulierten Finanzplattform UR. Die Karte unterstützt wichtige Fiatwährungen wie USD, EUR, CHF, JPY, SGD und HKD. Einzahlen und Bezahlen funktioniert mit USDC. Zudem kann die Karte mit Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay genutzt werden. Der geplante Start liegt im frühen Jahr 2026. Früh registrierte Nutzer bekommen Vorteile wie 1 Prozent Cashback, keine Karten-Ausgabegebühr und weitere zeitlich begrenzte Boni.
Europa-Kampagne im Fokus: „ZOOMEX heißt dich willkommen“
Zoomex veranstaltet eine Europa-Willkommensaktion. Neue Nutzer, die sich anmelden, erstmalig einzahlen und handeln, können Prämien bekommen. Auch Stammnutzer erhalten Anmeldeboni sowie Anreize für Einzahlungen und Trades. VIP-Stufen bieten Boni und Gutscheine von bis zu 4.000 USD – je nach erster Einzahlung. Die Aktion bietet zudem eine Preisleiter nach Handelsvolumen. Wer viel handelt, hat die Chance auf World-Cup-Tickets und ein F1-VIP-Erlebnis für einen Tag.
Fazit
Wenn du in Europa lebst und nach einer der besten Krypto-Derivate-DEXes suchst, solltest du dir Zoomex genauer anschauen. Die Plattform setzt auf einen Derivate-Fokus und bietet klar definierte Auszahlungs- und Verifizierungsstufen.