Der Zusammenbruch einer großen chinesischen Handelsplattform für Gold hat Schockwellen durch die Investmentgemeinschaft gesendet, mit Berichten über eingefrorene Vermögenswerte, die Tausende von Privatanlegern landesweit betreffen.
Die Plattform, die in verschiedenen Quellen als Jie Wo Rui (auch als Jiewo Rui oder JWR bezeichnet) identifiziert wurde, hat ihren Sitz in Shenzhen und die Auszahlungen gestoppt, sodass Benutzer nicht auf ihre Mittel zugreifen oder physische Goldbestände abrufen können. Weit verbreitete Warnungen in sozialen Medien beschreiben den eingefrorenen Betrag als so hoch wie 19 Milliarden Dollar, wobei die Plattform nur 20 % Entschädigung basierend auf dem ursprünglich investierten Kapital anbietet. Der Eigentümer hat Berichten zufolge um mehr Zeit gebeten, um das Problem zu lösen, und behauptet, er sei „hineingezogen“ oder „in die Falle gelockt“ worden.
Proteste brachen vor den Büros des Unternehmens in Shenzhen aus, wobei Videos zeigen, wie Menschenmengen mit der Polizei zusammenstoßen. Investoren haben die Behörden beschuldigt, die Plattform zu schützen, und behauptet, dass die Polizei in dem Stadtbezirk Luohu in Shenzhen sich weigert, formelle Beschwerden anzunehmen, obwohl die Einlagen aus ganz China stammen.
Offizielle und Medienberichte zeichnen ein differenzierteres Bild. Zuverlässige Quellen wie der South China Morning Post (SCMP) und Yicai schätzen die unbezahlten Mittel auf über 10 Milliarden Yuan (ungefähr 1,4 Milliarden USD), wobei einige Investorenkompilierungen darauf hindeuten, dass die Zahlen diesen Betrag übersteigen könnten, jedoch nicht die in viralen Posts genannten 19 Milliarden USD erreichen. Die Krise scheint mit Chinas anhaltendem 'Goldrausch' verbunden zu sein, der in den letzten Monaten durch steigende globale Goldpreise angeheizt wurde. Viele Investoren nutzten die Plattform für gehebelte Geschäfte – sie sicherten sich zukünftige Goldlieferungen mit Margen von bis zu 1/40 des Spotpreises (wirksam 40-facher Hebel) – was die Risiken verstärkte, als die Preise stiegen und die Rückzahlungsforderungen gleichzeitig anstiegen.
Dies machte schwerwiegende Liquiditätsprobleme deutlich: Die Plattform hatte Schwierigkeiten, Rückzahlungen zu leisten, was zu einem Zusammenbruch der Kapitalstruktur führte. Die Behörden im Stadtbezirk Luohu in Shenzhen haben eine spezielle Taskforce eingerichtet, um anormale Operationen zu untersuchen und die Situation zu überwachen, einschließlich möglicher Asset-Tracing- und Rückgewinnungsbemühungen.
Vergleiche mit dem Zusammenbruch von FTX haben sich online verbreitet, bedingt durch das Ausmaß, eingefrorene Mittel, begrenzte Entschädigungsangebote und die Empörung der Investoren. Verifizierte Berichte deuten jedoch auf einen erheblich kleineren Umfang als 19 Milliarden USD hin – näher an 1,4–1,8 Milliarden USD – obwohl die Auswirkungen für Zehntausende betroffener Einzelhändler verheerend bleiben.
Der Vorfall hebt breitere Risiken im unregulierten oder leicht regulierten privaten Handel mit Edelmetallen in China hervor, insbesondere angesichts hoher Hebelwirkung und spekulativer Aufregung. Investoren wird geraten, extreme Vorsicht bei ähnlichen Plattformen walten zu lassen, den regulatorischen Status zu überprüfen und etablierte, transparente Börsen zu priorisieren.
Die Entwicklungen sind im Gange, wobei die Ergebnisse der Taskforce möglicherweise das volle Ausmaß der Verluste und mögliche Rückgewinnungsperspektiven klären. Weitere Updates von offiziellen Kanälen oder glaubwürdigen Medien werden entscheidend sein.
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