Die Preise für Gold und Silber erreichen ständig neue historische Höchststände, aber der Markt selbst könnte bereits "fehlgeschlagen" sein.

In letzter Zeit hat Gold die 5500 USD/Unze-Marke überschritten, Silber stieg zeitweise auf 117–119 USD/Unze, und der kumulierte Anstieg bis 2025 übersteigt 145 %, während es seit Jahresbeginn immer noch um etwa 65 % gestiegen ist. Mehrere Analysten geben klar zu verstehen, dass dieser Anstieg nicht durch traditionelle Angebot-Nachfrage- oder Fundamentaldaten erklärt werden kann.

Das Kernproblem liegt in drei Punkten:

Erstens ist die Markttiefe zu gering. Edelmetalle (insbesondere Silber und Platin) haben ein Volumen, das weit kleiner ist als das von Aktien und Anleihen, und eine geringe Menge neuer Gelder kann extreme Preisanstiege auslösen, wodurch die Preise schnell von der realen Nachfrage abweichen.

Zweitens hat sich die Logik von „Rohstoffen“ zu „Währungen“ verschoben. Der Dollarindex ist in den letzten 12 Monaten um etwa 11 % gefallen, Gold ähnelt mehr einer „schwachen Dollar-basierten Währung“, wobei der Preisanstieg mehr die Abwertung des Nenners widerspiegelt als einen echten Anstieg der Nachfrage.

Drittens gibt es die Auswirkungen von Liquidität und Hebelwirkung. Nachdem die Bewertungen an den Aktienmärkten gestiegen sind, fließen einige gehebelte Mittel und marginale Liquidität in Edelmetalle als „Hafen“ für Kapital und verstärken die Volatilität weiter.

Mehrere institutionelle Personen glauben, dass die Preise für Edelmetalle derzeit hauptsächlich von spekulativer Liquidität getrieben werden und nicht von einer Verbesserung der Fundamentaldaten, was typisch für ein „melt-up“ (Schmelz-Anstieg) ist. Sobald das Kapital beginnt, Gewinne zu realisieren, könnte die Rückzugsgeschwindigkeit ebenfalls sehr heftig sein.

Es gibt auch relativ gemäßigte Ansichten, die besagen, dass die Preisfindungsfunktion nicht vollständig versagt hat, aber das Gewicht des spekulativen Kapitals bei der Preisbildung deutlich gestiegen ist, während das Risiko der Volatilität systematisch unterschätzt wird.

Zusammenfassend:

Es ähnelt mehr einem strukturellen Verzerrungsmarkt, der von Liquidität dominiert wird, und nicht einem nachhaltigen bullischen Markt auf der Grundlage von Fundamentaldaten. #PAXG