🇺🇸🇯🇵 DER GESCHENK DES PLAZA ACCORD: DIE FED SIEHT WIEDER AUF DEN YEN 🇯🇵🇺🇸
Im Jahr 1985 war der US-Dollar zu stark geworden.
Die US-Fabriken verloren an Wettbewerbsfähigkeit, die Exporte brachen ein und das Handelsdefizit explodierte.
Der Kongress drohte mit Zöllen gegen Europa und Japan.
So entstand das Plaza Accord, eines der bedeutendsten Ereignisse in der modernen Währungsgeschichte.
In New York einigten sich die Vereinigten Staaten, Japan, Westdeutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich darauf, den Dollar absichtlich abzuwerten.
Sie verkauften Dollars und kauften Yen und andere Währungen.
Das Ergebnis war historisch: In nur drei Jahren fiel der Dollar-Index um fast 50 %, während der USD/JPY von 260 auf 120 fiel.
Der Yen verdoppelte seinen Wert und eine neue Ära für die globalen Märkte begann.
Ein schwächerer Dollar trieb Gold, Rohstoffe und in Dollar denominierte Vermögenswerte nach oben.
Es war ein wirtschaftlicher Reset, koordiniert von den Regierungen, und die Märkte reihten sich ein.
Heute sind die Ähnlichkeiten beeindruckend: große Handelsungleichgewichte, schwacher Yen und zunehmende Währungsspannungen.
Die Fed von New York hat kürzlich „Zinsprüfungen“ für den USD/JPY durchgeführt, ein typischer Schritt, der mögliche direkte Interventionen antizipiert.
Es gab noch keine offizielle Maßnahme, aber die Märkte haben trotzdem reagiert.
Denn sie erinnern sich daran, was das Plaza Accord bedeutete.
Und wenn sich die Geschichte wiederholt, könnten wir einem neuen globalen Rallye aller in Dollar denominierten Vermögenswerte beiwohnen.