Viele Trader auf Polymarket machen jetzt hohe Verluste, nachdem Präsident Trump die Zölle auf die Europäische Union zurückgenommen und neue Aussagen über Grönland gemacht hat.

Der sogenannte „TACO-Trade” ist für viele Teilnehmer teuer geworden. Dennoch hat er eine neue Rallye im Krypto-Markt ausgelöst.

Trumps Zoll-Drohungen bringen „TACO-Trade“-Story zurück

Zur Erklärung: Der Begriff „TACO-Trade“ steht für „Trump Always Chickens Out“. Robert Armstrong, Kolumnist der Financial Times, stellte ihn im Mai 2025 vor.

Bei dieser Strategie wiederholt sich folgendes Muster: Trump macht mit starken Drohungen Druck, die Märkte reagieren negativ, danach lenkt er ein und es gibt eine Erholung.

Dieser Ablauf war am 2. April 2025 besonders deutlich. An diesem Tag, dem sogenannten „Befreiungstag“, kündigte der Präsident umfassende Zölle an, die fast alle Handelspartner der USA trafen. Das führte zu Chaos an den Märkten.

Später wurden die Maßnahmen teilweise zurückgenommen. Kurz darauf gab es jedoch neue Zölle auf bestimmte Industrien.

Ein ähnliches Muster zeigte sich im Januar 2026. In einer Mitteilung am Wochenende legte Trump Pläne vor, acht europäische Länder mit einem Zehn-Prozent-Zoll zu belegen. Der Start sollte am 1. Februar sein.

Der Vorschlag sah vor, diese Abgaben bis Juni auf 25 Prozent zu erhöhen. Wie lange die Zölle gelten, sollte davon abhängen, ob es zu einer Einigung über den Kauf von Grönland kommt.

Am Mittwoch machte der Präsident einen Rückzieher und hob die geplanten Zölle auf. Er schloss auch klar aus, militärische Gewalt einzusetzen, um Grönland zu kontrollieren.

„Nach einem sehr produktiven Treffen mit dem Generalsekretär der NATO, Mark Rutte, haben wir einen Rahmen für eine zukünftige Einigung in Bezug auf Grönland und die gesamte Arktis entwickelt. Wenn diese Lösung zustande kommt, ist sie eine großartige Lösung für die Vereinigten Staaten von Amerika sowie alle NATO-Staaten. Aufgrund dieses Verständnisses werde ich die Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht erheben“, schrieb Trump.

Trumps Tarif-Kehrtwende bringt Verluste bei Grönland-Wette auf Prediction Markets

Die plötzliche Wende führte zu starken Kursänderungen bei politischen und makrobezogenen Verträgen auf Wettmärkten. Auf Polymarket sanken die Chancen für die Frage „Wird Trump Grönland vor 2027 übernehmen?“ auf nur noch elf Prozent.

Deshalb haben Trader, die viel auf ein „Ja“ gesetzt haben, deutliche Verluste erlitten. Laut Lookonchain platzierte ein neues Konto mit dem Namen GamblingRuinsLives 105.000 USD auf „Ja“.

Jetzt liegt dieser Trader bei minus 46.000 USD, denn sein Einsatz ist nur noch 56.300 USD wert. Ein anderer Trader, opticnrvs, verlor sogar über 91.000 USD, weil er ebenfalls auf den Kauf von Grönland setzte.

Die größten Inhaber von „Ja“-Positionen haben nun Verluste von rund 40 bis 50 Prozent. Im Gegensatz dazu meldeten Trader mit einer „Nein“-Wette kleine Gewinne.

Das Beispiel zeigt, wie schnell politische Themen auf Prognosemärkten kippen können – besonders, wenn Drohungen wieder zurückgenommen werden. Außerdem wird deutlich, dass politische Signale immer größeren Einfluss auf spekulative Positionen bekommen.

Im Krypto-Markt sorgt der „TACO-Trade“ weiter für Unterstützung. Laut BeInCrypto Markets stieg die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung in den letzten 24 Stunden um 1,5 Prozent. Die Stimmung unter den Anlegern verbesserte sich und die Risikobereitschaft stieg. Alle zehn größten Krypto-Assets waren im Plus und zeigten breite, wenn auch moderate Gewinne.