In Davos findet in diesen Minuten die Rede des US-Präsidenten Trump statt.

Trump begann seine Rede mit den Worten, dass sich auf dem Forum "Freunde und einige Feinde" versammelt haben. Und danach begann er, über seine Errungenschaften im Weißen Haus im vergangenen Jahr zu berichten und kritisierte Europa. Er erklärte, dass einige europäische Länder "nicht in der besten Verfassung" seien:
"Ich denke, dass Europa in die falsche Richtung geht. In den letzten zehn Jahren ist Europa zu einem problematischen Kontinent geworden."
Zu den Hauptproblemen Europas zählt er die Migration und den Rückgang der Investitionen.
Bis jetzt, kurz gesagt, ohne Überraschungen. Aber die Märkte warten darauf, was bezüglich Grönlands passieren wird.
#Reuters weist darauf hin, dass angesichts des Konflikts zwischen den USA und Europa aufgrund Grönlands der Börsenindex S&P 500 den stärksten Rückgang seit mehr als drei Monaten verzeichnete. Am Dienstag fiel der Index um 2,1 Prozent.
Investoren sind besorgt über die steigende Marktvolatilität angesichts neuer Handels- und geopolitischer Bedrohungen seitens des US-Präsidenten. Auch gestern stiegen die Volatilitätskennzahlen für verschiedene Vermögensklassen, während Aktien, langfristige US-Staatsanleihen und der Dollar gleichzeitig fielen.
An den Märkten wird erneut über das Szenario Sell America gesprochen, bei dem Investoren aus amerikanischen Vermögenswerten aussteigen. Dabei ist die Mehrheit bisher nicht bereit, abrupt aus amerikanischen Aktien auszusteigen, fügt Reuters hinzu, sondern plant lediglich, "ein wenig Vermögen außerhalb der USA zu diversifizieren".
Die Märkte haben die Hoffnung, dass Trump von seiner harten Position abrückt. An der Wall Street wird dies TACO genannt - Trump Always Chickens Out oder "Trump zieht immer den Kürzeren". Händler haben Angst, auf einen langanhaltenden Rückgang zu setzen, gerade wegen der Möglichkeit eines solchen Umschwungs. Bislang ziehen es die Marktteilnehmer vor, abzuwarten und zu beobachten, ob die derzeitige Situation in eine tiefere Krise übergeht.
Es ist durchaus möglich, dass die Situation derzeit auf dem Höhepunkt der Spannung ist und wir nach Trumps Rede auf dem Forum eine Entspannung in dieser Ungewissheit sehen werden. Aber voreilige Schlüsse zu ziehen, ist definitiv nicht angebracht.
