Polen greifen immer seltener auf Bargeld zurück, und neue Vorschriften sowie technologische Innovationen beschleunigen diesen Prozess nur. Der bekannte Finanzschöpfer Maciej Wapiński präsentiert alarmierende Prognosen. Sie kündigen das Ende der Ära anonymer Zahlungen und eine vollständige Veränderung der Art und Weise an, wie wir einkaufen.
Was erwartet Ihre Brieftasche in den nächsten Jahren und hat die traditionelle Währung überhaupt eine Chance zu überleben?
Bargeld in Polen hat es immer schwerer
Maciej Wapiński, im Internet besser bekannt als Wapniak, nimmt kein Blatt vor den Mund. In seinem neuesten Material sagt er direkt: Es ist die Beerdigung des traditionellen Geldes. Physisches Bargeld in unseren Geldbörsen wird schneller zu einem Relikt der Vergangenheit, als wir denken. Bereits im Jahr 2025 nutzten wir es in nur 16 Prozent der Transaktionen. Die Prognosen für das Jahr 2030 sprechen von einem drastischen Rückgang dieses Anteils auf unter 10 Prozent. Das könnte bedeuten, dass wir Zeugen des Endes einer bestimmten Epoche sind.
Woher kommt dieser plötzliche Wandel? Technologie gewinnt gegen Gewohnheiten. Erinnern Sie sich an das Jahr 2000? Damals hatten Händler in ganz Polen nur 80.000 Zahlungsterminals. Heute liegt diese Zahl bei fast 1,5 Millionen Geräten. Darüber hinaus verwandeln Innovationen wie SoftPOS jedes Smartphone in ein Terminal, wodurch Bargeld selbst in den kleinsten Nachbarschaftsgeschäften nicht mehr benötigt wird. Dadurch haben wir den Markt mit bargeldlosen Zahlungen beeindruckend zu 98 Prozent abgedeckt.
Dennoch ernennen wir BLIK ohne Zweifel zum König des polnischen Zahlungsmarktes. Die Polen haben diese Lösung bedingungslos lieben gelernt. Allein im Jahr 2025 haben wir damit unglaubliche 3,5 Milliarden Transaktionen durchgeführt. Analysten schätzen, dass diese Zahl im Jahr 2026 auf 4,6 Milliarden steigen wird. Komfort, Geschwindigkeit und Sicherheit sorgen dafür, dass physisches Kleingeld und Banknoten einfach in diesem Rennen gegen die Zahlen auf dem Bildschirm verlieren.
Einfluss der Regulierung auf Bargeld
Es ist jedoch nicht nur der Komfort der Verbraucher, der das Papiergeld verdrängt. Auch die Politiker und Gesetzgeber tragen dazu bei, indem sie systematisch den Druck erhöhen. Unternehmer müssen sich bereits jetzt mit einem Limit für B2B-Bartransaktionen von 15.000 Zloty auseinandersetzen. Doch das ist nicht das Ende. Die Europäische Union plant, ab 2027 ein allgemeines Limit für Barzahlungen von bis zu 10.000 EUR einzuführen. Darüber hinaus wird das kommende Nationale System e-Rechnungen (KSeF das Steuersystem absichern, was in der Praxis die Grauzone eliminiert, in der Bargeld bisher regierte.
Wapniak weist auf einen weiteren, entscheidenden Aspekt der Zukunft hin. Die digitale Euro und CBDC-Währungen, die nach 2027 erscheinen könnten. Gehen wir auf eine Welt zu, in der jede unserer Zloty eine dauerhafte, digitale Spur hinterlässt? Die Daten lügen nicht. Bargeld verschwindet vor unseren Augen, und wir selbst tragen jeden Tag durch die Wahl des Komforts an der Kasse dazu bei.
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