#USBitcoinReserves Historisch gesehen waren Aktien der wichtigste Makrotreiber für die Preise von Kryptowährungen, doch den Strategen von Citi Research zufolge dürfte diese Korrelation mit der Reifung des Kryptomarktes abnehmen.
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Die spekulative Natur von Kryptowährungen, insbesondere bei „Risk-Off“-Ereignissen, kann zu erhöhten Korrelationen mit Risikoanlagen führen. Strategen gehen jedoch davon aus, dass ein transparenteres Regulierungssystem in den USA zu eigenwilligeren Krypto-Preisbewegungen führen wird. Trotz eines Anstiegs im Jahr 2024 dürfte die Volatilität auf lange Sicht weiter abnehmen, da die Integration in Portfolios immer mehr zum Mainstream wird und die institutionelle Akzeptanz zunimmt“, sagten Strategen um Alex Saunders in einem Bericht vom Montag.
Der Bericht weist auch darauf hin, dass Kryptowährungen die einzige Anlageklasse waren, deren Marktkapitalisierung im Jahr 2024 als Prozentsatz der US-Aktien zunahm.
Citi weist darauf hin, dass die Korrelation zwischen Kryptowährungen und Gold unbedingt beobachtet werden muss, da sie ein Hinweis auf das Potenzial von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel sein könnte. Allerdings ist das Unternehmen der Ansicht, dass die Bezeichnung „digitales Gold“ aufgrund der aktuellen Technologie-/Aktienkorrelation und der hohen Volatilität von Bitcoin noch nicht ganz angemessen ist.
„Die Nachfrage nach Bitcoin wird viel stärker von Spekulationen und Optimismus hinsichtlich der Einführung der Blockchain getrieben, und seine Volatilität bleibt im Vergleich zu anderen traditionellen Finanzanlagen recht hoch“, heißt es in dem Bericht weiter.
Die Bank stellt außerdem fest, dass Spot-Krypto-ETFs (Exchange Traded Funds) im ersten Jahr großes Interesse geweckt haben, was die Renditen steigerte. Dieser Trend dürfte anhalten, insbesondere angesichts der regulatorischen Klarheit und einer breiteren Akzeptanz, die zu abnehmenden Makrokorrelationen führen könnte. Institutionelle Anleger werden ihr Engagement im Zuge klarerer Vorschriften wahrscheinlich erhöhen.
In Bezug auf das Portfoliomanagement stellte Citi fest, dass die Einbeziehung von Bitcoin historisch gesehen die Renditen steigern konnte, wenn auch mit erhöhter Volatilität. Ihre Black-Litterman-Analyse ergab, dass erwartete jährliche Renditen von 8-15 % mit Bitcoin-Allokationen von 1-5 % in Multi-Asset-Portfolios übereinstimmen.
Das Wall-Street-Unternehmen stellte außerdem fest, dass Bitcoin und Ethereum derzeit einem ähnlichen Makrorisiko ausgesetzt sind, sich die Risiken in Zukunft jedoch aufgrund der unterschiedlichen Anwendungsfälle unterscheiden könnten.
Citi empfiehlt preisbasierte Filter und Neugewichtungsstrategien wie gleitende Durchschnitte und vierteljährliche Anpassungen, um die Portfoliovolatilität in den Griff zu bekommen.
Abschließend räumten die Strategen ein, dass weder Kryptowährungen noch Aktien ein wirksamer Inflationsschutz seien, Trendfolgestrategien angesichts des spekulativen Interesses an Kryptowährungen jedoch dennoch wertvoll sein könnten.