Die Shutdown-Angst, die selten Früchte trägt
Alle paar Jahre taucht die gleiche Angst an den Handelsplätzen auf: „Dieser Regierungs-Shutdown wird den Markt brechen.“
Es klingt ernst. Es fühlt sich logisch an. Und doch… kümmern sich die Märkte in der Regel kaum darum.
Die Geschichte ist hier überraschend langweilig.
Rückblickend auf mehr als zwei Dutzend Shutdowns seit den 1970er Jahren zeigen US-Aktien keinen konsistenten Schaden. Ungefähr die Hälfte der Zeit sind die Aktien während des Shutdowns selbst höher. Wenn man es ausgleicht, sind die Renditen im Grunde unverändert. Keine Katastrophe. Kein systemischer Schock.
Warum wird das also weiterhin hochgehypt?
Weil die Leute politischen Chaos mit finanzieller Gefahr verwechseln.
Ein Shutdown ist kein Zahlungsausfall. Er löscht keine Cashflows. Er verändert keine Bilanzen. Investoren verstehen, dass der Kongress die Regierung schließlich wieder öffnet und die Angestellten rückwirkend bezahlt werden. Es ist störend, ja—aber vorübergehend und umkehrbar.
Wo es knifflig wird, ist nicht der Preisverfall. Es ist die Stille.
Wenn Behörden den Betrieb einstellen, können wirtschaftliche Daten verschwinden. Keine frischen Inflationszahlen. Keine Beschäftigungsupdates. Plötzlich verlieren Händler die Signale, auf die sie sich verlassen, um das Momentum zu bewerten, und die Entscheidungsträger verlieren ihr Dashboard. Die Federal Reserve gerät nicht in Panik—aber sie navigiert mit verschwommenen Instrumenten.
Deshalb neigen die Märkte dazu, zu stagnieren, umherzuirren und sowohl Bullen als auch Bären zu frustrieren. Die Volatilität wird richtungslos. Die Überzeugung schwindet. Alle warten.
Das ist der echte Effekt: nicht von Angst getriebenes Verkaufen, sondern Zögern.
Die Quintessenz:
Regierungs-Shutdowns machen Schlagzeilen, keine Trends. Wenn Sie sich auf einen Crash positionieren, nur weil Washington im Dunkeln ist, wetten Sie gegen Jahrzehnte von Beweisen. Beobachten Sie den Datenfluss, nicht das Drama. Dort reagiert der Markt tatsächlich.
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